Unterdach
Das Unterdach ist eine wasserführende Schicht unter der eigentlichen Dachdeckung und schützt die darunterliegende Konstruktion vor eingedrungenem Niederschlag.
Unterdächer werden unter Ziegeln, Schiefer oder anderen regensicheren Deckungen angeordnet.
Planung und Ausführung
Ausführung und Widerstand richten sich nach Dachneigung, Deckmaterial und Exposition. Wasser muss an Traufe, Durchdringungen und Anschlüssen sicher nach aussen gelangen.
Typische Fehler und Grenzen
Eine Unterdachbahn ohne korrekt ausgebildete Nähte und Anschlüsse ist nur scheinbar geschlossen. Falsche Lüftungsöffnungen können Wasser hinter die Bahn führen.
Einordnung im Bestand
Bei bestehenden Gebäuden sollte Unterdach nicht isoliert betrachtet werden. Baujahr, angrenzende Bauteile, Feuchte, vorhandene Befestigungen und frühere Umbauten können die tatsächliche Funktion verändern. Eine saubere Bestandsaufnahme verhindert, dass neue Arbeiten nur sichtbare Symptome überdecken oder funktionierende Anschlüsse verschlechtern.
Qualitätssicherung
Kritische Anschlüsse und später verdeckte Bereiche sollten vor dem Schliessen kontrolliert und dokumentiert werden. Bei unklaren Randbedingungen sind eine Messung, Musterfläche oder fachliche Prüfung meist günstiger als eine spätere Korrektur bereits ausgeführter Arbeiten.
Für die konkrete Ausführung sind zusätzlich die technischen Angaben des eingesetzten Systems, die angrenzenden Bauteile und die tatsächliche Beanspruchung vor Ort zu berücksichtigen.
Bei Dachsanierung Unterdachklasse und Detailanschlüsse gemeinsam festlegen. Traufe und Durchdringungen vor Eindeckung kontrollieren.