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Baulexikon

Terrazzo

Sofort erklärt

Terrazzo ist ein mineralischer Boden- oder Plattenwerkstoff aus Bindemittel und sichtbarer Gesteinskörnung, dessen Oberfläche nach dem Erhärten geschliffen und häufig poliert wird.

Terrazzo kann traditionell vor Ort eingebaut oder als vorgefertigte Platte hergestellt werden.

Planung und Ausführung

Korn, Bindemittel, Fugenraster und Schleifgrad bestimmen das Erscheinungsbild. Bei fugenarmen Flächen müssen Untergrundbewegungen und Schwinden besonders berücksichtigt werden.

Typische Fehler und Grenzen

Risse im Untergrund können sich in den sichtbaren Terrazzo übertragen. Säurehaltige Reiniger greifen kalkhaltige Zuschläge und zementäre Bindemittel an.

Einordnung im Bestand

Bei bestehenden Gebäuden sollte Terrazzo nicht isoliert betrachtet werden. Baujahr, angrenzende Bauteile, Feuchte, vorhandene Befestigungen und frühere Umbauten können die tatsächliche Funktion verändern. Eine saubere Bestandsaufnahme verhindert, dass neue Arbeiten nur sichtbare Symptome überdecken oder funktionierende Anschlüsse verschlechtern.

Qualitätssicherung

Kritische Anschlüsse und später verdeckte Bereiche sollten vor dem Schliessen kontrolliert und dokumentiert werden. Bei unklaren Randbedingungen sind eine Messung, Musterfläche oder fachliche Prüfung meist günstiger als eine spätere Korrektur bereits ausgeführter Arbeiten.

Für die konkrete Ausführung sind zusätzlich die technischen Angaben des eingesetzten Systems, die angrenzenden Bauteile und die tatsächliche Beanspruchung vor Ort zu berücksichtigen.

Praxis-Hinweis

Vor Ausführung Musterfläche mit realer Körnung und Oberflächenbehandlung erstellen. Bewegungsfugen des Untergrunds nicht einfach überdecken.