baulinks.ch Rechner öffnen
Baulexikon

Strahlungswärme und Strahlungsheizung

Sofort erklärt

Strahlungswärme wird als elektromagnetische Wärmestrahlung zwischen Oberflächen übertragen; Strahlungsheizungen nutzen diesen Effekt mit grossen oder gezielt warmen Flächen.

Strahlungsheizung kann als Fussboden-, Wand-, Decken- oder Infrarotheizung ausgeführt sein.

Planung und Ausführung

Warme Oberflächen erhöhen die mittlere Strahlungstemperatur und können dadurch Behaglichkeit bei moderater Lufttemperatur verbessern. Flächenheizungen arbeiten häufig mit niedrigen Systemtemperaturen.

Typische Fehler und Grenzen

Nicht jede als «Infrarot» beworbene Direktheizung ist energetisch gleichwertig mit einer wassergeführten Flächenheizung. Stromdirektheizung und Wärmepumpe unterscheiden sich fundamental in ihrer Effizienz.

Einordnung im Bestand

Bei bestehenden Gebäuden sollte Strahlungswärme und Strahlungsheizung im Zusammenhang mit Baujahr, angrenzenden Bauteilen und früheren Umbauten beurteilt werden. Verdeckte Anschlüsse, Feuchte oder nachträgliche Installationen können die ursprüngliche Funktion stark verändern. Eine dokumentierte Bestandsaufnahme ist deshalb oft wichtiger als eine schnelle Einzelmassnahme.

Qualitätssicherung

Kritische Anschlüsse und später verdeckte Bereiche sollten vor dem Schliessen kontrolliert und fotografisch dokumentiert werden. Bei unklaren Randbedingungen sind eine gezielte Messung, Musterfläche oder fachliche Prüfung meist günstiger als eine spätere Korrektur bereits ausgeführter Arbeiten.

Praxis-Hinweis

Bei Systemvergleich Wärmequelle, Oberflächentemperatur und Jahresenergiebedarf getrennt betrachten. Komfortwirkung nicht mit Energieeffizienz gleichsetzen.