Polyvinylchlorid (PVC)
PVC ist ein thermoplastischer Kunststoff, der im Bau unter anderem für Fensterprofile, Rohre, Bodenbeläge, Dachbahnen und Kabelummantelungen eingesetzt wird.
Polyvinylchlorid (PVC) kann durch Rezeptur und Zusatzstoffe sehr unterschiedliche Eigenschaften erhalten.
Bedeutung im Bau
Hart-PVC wird beispielsweise für Fenster und Rohre eingesetzt, weich eingestellte Varianten für flexible Beläge oder Folien.
Planung und Ausführung
Alterung, UV-Belastung, Temperatur und Materialverträglichkeit sind je nach Anwendung zu berücksichtigen. Dachbahnen benötigen systemgerechte Schweiss- und Anschlussdetails.
Typische Fehler und Grenzen
Alte PVC-Produkte können andere Weichmacher oder Additive enthalten als moderne Produkte. Beim Rückbau sollte der genaue Produkttyp nicht allein nach Aussehen beurteilt werden.
Einordnung im Bestand
Bei bestehenden Gebäuden sollte Polyvinylchlorid (PVC) nicht nur anhand der sichtbaren Oberfläche beurteilt werden. Baujahr, angrenzende Schichten, Feuchte, Befestigungen und frühere Umbauten können die tatsächliche Funktion wesentlich verändern. Eine dokumentierte Bestandsaufnahme verhindert, dass neue Massnahmen lediglich Symptome überdecken oder bestehende Schnittstellen verschlechtern.
Qualitätssicherung
Wichtige Anschlüsse und verdeckte Bereiche sollten vor dem Schliessen kontrolliert und fotografisch dokumentiert werden. Bei unklaren Randbedingungen sind eine Musterfläche, Messung oder fachliche Prüfung meist günstiger als eine spätere Korrektur bereits ausgeführter Arbeiten.
PVC nicht als einheitlichen Werkstoff behandeln. Technische Daten und Anwendungsklasse des konkreten Produkts verwenden.