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Baulexikon

Perimeterdämmung

Sofort erklärt

Perimeterdämmung ist die Wärmedämmung erdberührter Bauteile an der Aussenseite von Kellerwänden oder Bodenplatten.

Perimeterdämmung liegt in einem feuchten und mechanisch beanspruchten Bereich und benötigt dafür geeignete Dämmstoffe.

Bedeutung im Bau

Produkte müssen ausreichende Druckfestigkeit und geringe Wasseraufnahme besitzen. Sie reduzieren Wärmebrücken am Keller und schützen je nach Aufbau zusätzlich die Abdichtung mechanisch.

Planung und Ausführung

Platten werden passend zur Abdichtung befestigt und beim Hinterfüllen vor Beschädigung geschützt. Sockelanschluss und Übergang zur Fassadendämmung sind besonders wichtig.

Typische Fehler und Grenzen

Normale Fassadendämmplatten sind nicht automatisch für Erdberührung geeignet. Eine Dämmplatte ersetzt auch keine Bauwerksabdichtung.

Einordnung im Bestand

Bei bestehenden Gebäuden sollte Perimeterdämmung nicht nur anhand der sichtbaren Oberfläche beurteilt werden. Baujahr, angrenzende Schichten, Feuchte, Befestigungen und frühere Umbauten können die tatsächliche Funktion wesentlich verändern. Eine dokumentierte Bestandsaufnahme verhindert, dass neue Massnahmen lediglich Symptome überdecken oder bestehende Schnittstellen verschlechtern.

Qualitätssicherung

Wichtige Anschlüsse und verdeckte Bereiche sollten vor dem Schliessen kontrolliert und fotografisch dokumentiert werden. Bei unklaren Randbedingungen sind eine Musterfläche, Messung oder fachliche Prüfung meist günstiger als eine spätere Korrektur bereits ausgeführter Arbeiten.

Praxis-Hinweis

Perimeterdämmung und Abdichtung als getrennte Funktionen planen. Vor Hinterfüllung beide Ebenen kontrollieren und fotografieren.

Fachliche Einordnung

Quellen & Normhinweise

Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.