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Baulexikon

Laibung

Sofort erklärt

Die Laibung ist die innere seitliche, obere oder untere Begrenzungsfläche einer Wandöffnung, beispielsweise an Fenstern und Türen.

Eine Laibung entsteht dort, wo eine Öffnung die Wanddicke sichtbar macht. Sie ist bauphysikalisch und gestalterisch wichtig, weil hier Fenster, Wand, Dämmung, Putz und Abdichtung auf engem Raum zusammentreffen.

Wärmebrücke vermeiden

Bei Fenstern kann eine unzureichend gedämmte Laibung zu tiefen inneren Oberflächentemperaturen führen. Besonders bei Sanierungen muss die neue Dämmebene bis an Rahmen und Sturz geführt werden.

Anschlussflächen vorbereiten

Dichtbänder, Folien oder Putzanschlüsse benötigen tragfähige, ausreichend ebene Flächen. Grobe Mauerwerksfugen erschweren eine dauerhaft luft- und schlagregensichere Ausführung.

Licht und Proportion

Schräge oder aufgeweitete Laibungen können mehr Tageslicht in den Raum lenken, verändern aber Platzbedarf und Innenausbau.

Planung und Ausführung

Bei Laibung entscheidet die Einbindung in den gesamten Aufbau über die Qualität. Anschlüsse, Untergrund, Feuchte, Temperatur, Befestigung und spätere Wartung sollten vor der Ausführung geklärt werden. Im Bestand lohnt sich eine dokumentierte Aufnahme, bevor Schichten geöffnet, ersetzt oder dauerhaft überdeckt werden.

Kontrolle im Bauablauf

Vor dem Verdecken oder Beschichten kritische Anschlüsse kontrollieren und fotografisch dokumentieren. So lassen sich spätere Schäden besser einordnen und Reparaturen gezielter planen. Bei Unsicherheiten ist eine kleine Musterfläche oder eine fachliche Prüfung meist günstiger als eine nachträgliche Korrektur.

Praxis-Hinweis

Fensterlaibungen bereits im Detailplan mit Dämmung, Luftdichtheit, Fensterbank und Putzanschluss darstellen. Nicht erst nach Fenstermontage lösen.

Fachliche Einordnung

Quellen & Normhinweise

Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.