Baubegriffe mit K
46 Begriffe – alphabetisch von oben nach unten sortiert.
k-Wert (frühere Bezeichnung des U-Werts)
Der k-Wert ist die frühere Bezeichnung für den Wärmedurchgangskoeffizienten eines Bauteils. Heute wird dafür üblicherweise der U-Wert in W/(m²·K) verwendet.
Kälteanlage
Eine Kälteanlage entzieht einem Raum, Medium oder Prozess Wärme und gibt diese auf höherem Temperaturniveau an die Umgebung oder ein anderes System ab.
Kältebrücke / Wärmebrücke
Kältebrücke ist die umgangssprachliche ältere Bezeichnung für eine Wärmebrücke – einen Bereich der Gebäudehülle mit erhöhtem Wärmefluss und häufig tieferen inneren Oberflächentemperaturen.
Kältemittel
Kältemittel ist das Arbeitsmedium einer Wärmepumpe oder Kältemaschine. Es verdampft und kondensiert im Kältekreis und transportiert dadurch Wärme zwischen verschiedenen Temperaturniveaus.
Kälteschutz
Kälteschutz umfasst Massnahmen, die Bauteile, Leitungen oder Anlagen vor zu tiefen Temperaturen, Frost und unerwünschter Kondensation schützen.
Kalk
Kalk ist ein mineralisches Bindemittel und Grundstoff für Mörtel, Putze und Farben. Je nach Herstellungs- und Erhärtungsart unterscheidet man verschiedene Kalktypen.
Kalkfarbe / Kalkmilch
Kalkfarbe ist ein mineralischer Anstrich auf Basis von gelöschtem Kalk. Kalkmilch bezeichnet eine stark mit Wasser verdünnte Kalksuspension.
Kalkmörtel
Kalkmörtel ist ein Mörtel, dessen Bindemittel überwiegend aus Kalk besteht. Er wird besonders bei historischem Mauerwerk, Verputz und Restaurierung eingesetzt.
Kalkputz
Kalkputz ist ein mineralischer Putz mit Kalk als wesentlichem Bindemittel und eignet sich besonders für mineralische Untergründe im Innen- und teilweise Aussenbereich.
Kamin
Ein Kamin beziehungsweise Schornstein führt Abgase einer Feuerungsanlage sicher über das Dach ins Freie und muss zu Brennstoff, Gerät und Abgastemperatur passen.
Kaminzug
Kaminzug ist die durch Dichteunterschiede zwischen warmem Abgas und kälterer Aussenluft entstehende Druckdifferenz, die Abgase im Schornstein nach oben bewegt.
Kanalisation
Kanalisation ist das Netz aus Leitungen und Bauwerken zur Sammlung und Ableitung von Schmutz- und Regenwasser. Auf dem Grundstück beginnt die Aufgabe bereits bei der Gebäudeentwässerung.
Kapillarität
Kapillarität beschreibt die Fähigkeit enger Poren und Spalten, Flüssigkeit aufgrund von Oberflächenspannung und Wechselwirkung mit den Porenwänden zu transportieren.
Kehlbalken
Ein Kehlbalken verbindet gegenüberliegende Sparren eines geneigten Daches horizontal und ist Bestandteil bestimmter traditioneller Dachtragwerke.
Kehle
Eine Dachkehle ist die innenliegende Schnittlinie zweier geneigter Dachflächen und sammelt besonders viel Niederschlagswasser.
Kellerabdichtung
Kellerabdichtung schützt erdberührte Wände und Bodenplatten vor Bodenfeuchte, Sickerwasser oder drückendem Wasser und muss zur tatsächlichen Wasserbeanspruchung passen.
Kelleraussenwand
Eine Kelleraussenwand trägt Erd- und Gebäudelasten und ist gleichzeitig Teil der erdberührten Gebäudehülle mit Anforderungen an Feuchte- und Wärmeschutz.
Kellerdecke
Die Kellerdecke trennt Keller und darüberliegendes Geschoss und kann als Stahlbeton-, Kappen-, Holz- oder andere Deckenkonstruktion ausgeführt sein.
Kellerlüftung
Kellerlüftung führt Feuchtigkeit und Gerüche ab, kann im Sommer aber bei kühlen Kelleroberflächen auch zusätzliche Feuchte eintragen.
Kernbohrung
Eine Kernbohrung erzeugt eine präzise runde Öffnung in Beton, Mauerwerk oder Naturstein, meist mit diamantbestücktem Bohrwerkzeug.
Kerndämmung
Kerndämmung liegt innerhalb eines zwei- oder mehrschaligen Aussenwandaufbaus zwischen tragender beziehungsweise innerer Schale und äusserer Wetterschale.
Kies
Kies ist ein natürliches oder aufbereitetes Korngemisch aus groben mineralischen Körnern und wird im Bau für Beton, Fundationsschichten, Drainagen und Aussenanlagen eingesetzt.
Kiesdach
Ein Kiesdach ist ein Flachdach, dessen oberste Schicht aus einer Kiesschüttung besteht, die unter anderem Schutz und Auflast für den Dachaufbau bieten kann.
Klebemörtel
Klebemörtel ist ein mineralisch gebundener Klebstoff für Fliesen, Naturstein, Dämmplatten oder andere Baustoffe und wird meist als Trockenmörtel mit Wasser angemischt.
Klebstoff
Klebstoff verbindet Bauteile oder Materialien durch Haftung an den Oberflächen und innere Festigkeit der Klebschicht. Im Bau existieren sehr unterschiedliche chemische Systeme.
Klinker
Klinker sind sehr hoch gebrannte keramische Ziegel mit dichter Struktur und hoher Witterungsbeständigkeit, die häufig für Fassaden, Sockel oder Bodenflächen eingesetzt werden.
Körperschall
Körperschall ist Schwingungsenergie, die sich in festen Bauteilen ausbreitet und an anderer Stelle wieder als hörbarer Luftschall abgestrahlt werden kann.
Kokosfaser-Dämmstoff
Kokosfasern können zu Matten, Platten oder Stopfmaterialien verarbeitet und als biogener Dämm- und Akustikstoff eingesetzt werden.
Kompaktfassade
Kompaktfassade ist in der Schweiz eine gebräuchliche Bezeichnung für eine verputzte Aussenwärmedämmung, bei der Dämmstoff und Putzsystem direkt auf der Aussenwand aufgebaut werden.
Kondensation
Kondensation entsteht, wenn Wasserdampf zu flüssigem Wasser wird, weil Luft oder eine Bauteiloberfläche bis zum Taupunkt abkühlt.
Konstruktionsholz
Konstruktionsholz ist Holz, das für tragende oder aussteifende Bauteile vorgesehen und nach definierten Eigenschaften beziehungsweise Festigkeitsklassen sortiert wird.
Konstruktiver Holzschutz
Konstruktiver Holzschutz schützt Holz vor dauerhafter Feuchte durch Form, Details und Wasserführung und ist die wichtigste Grundlage für langlebige Holzbauteile.
Kontrollierte Wohnungslüftung
Eine kontrollierte Wohnungslüftung führt Aussenluft gezielt zu und verbrauchte Luft ab. Systeme mit Wärmerückgewinnung können Lüftungswärmeverluste deutlich reduzieren.
Konvektion / Konvektor
Konvektion ist Wärmetransport durch bewegte Luft oder Flüssigkeit. Ein Konvektor nutzt diesen Effekt gezielt zur Wärmeabgabe an einen Raum.
Korkdämmung
Korkdämmung wird aus der Rinde der Korkeiche hergestellt und als Platten oder Granulat für Wärme- und Schalldämmung eingesetzt.
Korrosion
Korrosion ist die chemische oder elektrochemische Reaktion eines Werkstoffs mit seiner Umgebung, die insbesondere bei Metallen zu Materialabbau und Funktionsverlust führen kann.
Kragplatte
Eine Kragplatte ist eine Platte, die über ihr Auflager hinaus frei auskragt und Lasten über Biegung in den rückwärtigen Tragbereich überträgt.
Kreislaufwirtschaft im Bau
Kreislaufwirtschaft im Bau zielt darauf, Gebäude, Bauteile und Materialien möglichst lange zu nutzen, wiederzuverwenden und hochwertige Materialkreisläufe zu schliessen.
Kriechen
Kriechen bezeichnet eine zeitabhängige Verformung eines Baustoffs unter länger anhaltender Belastung. Besonders relevant ist der Effekt bei Beton und Holz.
Kriechkeller
Ein Kriechkeller ist ein niedriger, meist nicht als Aufenthaltsraum nutzbarer Hohlraum zwischen Erdreich und Erdgeschoss, der Installationen aufnehmen und den Baukörper vom Boden trennen kann.
Kunstharzputz / Kunststoffputz
Kunstharz- beziehungsweise Kunststoffputz ist ein pastöser Putz mit organischem Bindemittel und wird vor allem als dünnschichtiger Oberputz auf Innen- oder Aussenflächen eingesetzt.
Kunststein
Kunststein ist ein industriell oder handwerklich hergestellter mineralischer Werkstoff, der aus Bindemittel und Gesteinskörnungen besteht und Naturstein optisch oder funktional ergänzen kann.
Kunststoff
Kunststoffe sind polymerbasierte Werkstoffe mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften und werden im Bau unter anderem für Rohre, Dämmungen, Abdichtungen, Fenster, Bodenbeläge und Dichtungen eingesetzt.
Kunststofffenster
Kunststofffenster besitzen meist Rahmenprofile aus PVC-U mit mehreren Hohlkammern und zusätzlichen Verstärkungen; sie verbinden geringen Pflegeaufwand mit guten Wärmedämmeigenschaften.
Kupfer
Kupfer ist ein gut formbares, elektrisch und thermisch sehr leitfähiges Metall und wird im Bau für Elektroinstallationen, Rohrleitungen, Dach- und Fassadenbleche eingesetzt.
Kuppeldach
Ein Kuppeldach ist eine gekrümmte Dachform, bei der Lasten über eine schalen- oder rippenartige Geometrie abgetragen werden.