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Baulexikon

Grundwasser

Sofort erklärt

Grundwasser ist unterirdisches Wasser, das Hohlräume im Boden oder Fels zusammenhängend ausfüllt und Baugruben, Keller und Fundamente beeinflussen kann.

Grundwasser steht je nach Geologie und Jahreszeit in unterschiedlicher Tiefe. Für Bauwerke sind nicht nur mittlere, sondern auch mögliche hohe Grundwasserstände relevant.

Was damit gemeint ist

Grundwasser beeinflusst Auftrieb, Abdichtung, Baugrubensicherung und Wasserhaltung. Eingriffe können zudem bewilligungs- oder umweltrechtlich relevant sein und müssen standortbezogen abgeklärt werden.

Wo der Begriff wichtig wird

Ein unterhalb des Bemessungswasserstands liegender Keller benötigt ein geeignetes Abdichtungs- und Tragkonzept. Bei leichten Gebäuden kann Auftrieb eine wesentliche Last darstellen.

Abgrenzung und Praxis

Ein trockener Aushubtag beweist nicht, dass dauerhaft kein Grundwasserproblem besteht. Saisonale Schwankungen und Hang- beziehungsweise Schichtenwasser können später auftreten.

Praxis-Hinweis

Vor Unterkellerung geotechnische und hydrogeologische Randbedingungen klären. Wasserstände nicht nur aus Nachbargrundstücken abschätzen.

Einordnung im Bauablauf

Bei Grundwasser entscheidet nicht nur das einzelne Produkt oder Bauteil, sondern vor allem der Anschluss an angrenzende Schichten und die spätere Nutzung. Planung, Ausführung und Wartung sollten deshalb als zusammenhängendes System betrachtet werden. Bei Umbauten ist zusätzlich zu prüfen, welche vorhandenen Materialien weiter genutzt werden können und wo neue Schnittstellen entstehen.