Gipsfaserplatte
Gipsfaserplatten sind homogene Trockenbauplatten aus Gips und eingemischten Fasern, meist Zellulose, und besitzen eine hohe Festigkeit.
Gipsfaserplatte unterscheiden sich von klassischer Gipskartonplatte durch ihren durchgehend faserverstärkten Querschnitt. Dadurch können sie bei geeigneter Befestigung höhere mechanische Lasten aufnehmen.
Eigenschaften und Einsatz
Sie werden für Wände, Decken, Trockenestrich und teilweise feuchtebeanspruchte Bereiche eingesetzt. Brand- und Schallschutzwerte hängen vom geprüften Gesamtaufbau ab, nicht nur von der einzelnen Platte.
Verarbeitung und Systemwahl
Unterkonstruktion, Schraubenabstand, Fugenbehandlung und Randanschlüsse müssen systemgerecht ausgeführt werden. Bei Bodenaufbauten sind Ebenheit und Lastverteilung wichtig.
Worauf bei der Auswahl achten
Die höhere Plattenfestigkeit ersetzt keine Tragwerksplanung oder geeignete Befestigung für schwere Einbauten. Auch Feuchtebeständigkeit ist produktspezifisch.
Für Schall- und Brandschutz immer den vollständigen geprüften Wand- oder Deckenaufbau übernehmen, einschliesslich Dämmstoff, Profilen und Befestigung.
Einordnung im Bauablauf
Bei Gipsfaserplatte entscheidet nicht nur das einzelne Produkt oder Bauteil, sondern vor allem der Anschluss an angrenzende Schichten und die spätere Nutzung. Planung, Ausführung und Wartung sollten deshalb als zusammenhängendes System betrachtet werden. Bei Umbauten ist zusätzlich zu prüfen, welche vorhandenen Materialien weiter genutzt werden können und wo neue Schnittstellen entstehen.