Gips
Gips ist ein mineralischer Bindebaustoff, der im Innenausbau für Putze, Spachtelmassen, Platten und Formteile eingesetzt wird.
Gips besteht chemisch überwiegend aus Calciumsulfat. Durch Brennen und anschliessendes Anmischen mit Wasser entsteht ein Bindemittel, das rasch wieder zu festem Gips kristallisiert.
Eigenschaften und Einsatz
Gips lässt sich gut verarbeiten, besitzt eine glatte Oberfläche und trägt aufgrund gebundenen Kristallwassers zum Feuerwiderstand gipsbasierter Bauteile bei. Er ist jedoch nicht für jede dauerhafte Feuchtebeanspruchung geeignet.
Verarbeitung und Systemwahl
Produkte unterscheiden sich in Abbindezeit, Festigkeit und Zusätzen. Gipsputze, Spachtel und Platten müssen auf den Untergrund und die spätere Nutzung abgestimmt werden.
Worauf bei der Auswahl achten
Dauerhaft feuchte Bereiche oder ungeeignete Untergründe können Festigkeit und Haftung beeinträchtigen. Auch das Mischen mit zementären Produkten kann unkontrollierte Reaktionen verursachen.
Gipsprodukte trocken lagern, Herstellerangaben zu Wasserzugabe und Verarbeitungszeit einhalten und in Feuchträumen nur dafür vorgesehene Systeme einsetzen.
Einordnung im Bauablauf
Bei Gips entscheidet nicht nur das einzelne Produkt oder Bauteil, sondern vor allem der Anschluss an angrenzende Schichten und die spätere Nutzung. Planung, Ausführung und Wartung sollten deshalb als zusammenhängendes System betrachtet werden. Bei Umbauten ist zusätzlich zu prüfen, welche vorhandenen Materialien weiter genutzt werden können und wo neue Schnittstellen entstehen.