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Baulexikon

Gasbeton (historische Bezeichnung)

Sofort erklärt

Gasbeton ist eine ältere Bezeichnung für Porenbeton, einen leichten mineralischen Mauerwerksbaustoff mit vielen fein verteilten Luftporen.

Gasbeton (historische Bezeichnung) wird heute fachlich meist als Porenbeton bezeichnet. Die Luftporen entstehen bei der Herstellung und reduzieren Rohdichte und Wärmeleitfähigkeit gegenüber dichtem Beton.

Eigenschaften und Einsatz

Porenbetonsteine und -elemente lassen sich gut sägen und bearbeiten. Je nach Rohdichte und Festigkeitsklasse werden sie für tragende oder nichttragende Wände sowie ergänzende Bauteile eingesetzt.

Verarbeitung und Systemwahl

Die hohe Porigkeit verbessert Wärmedämmung, beeinflusst aber auch Feuchteaufnahme und Befestigungstechnik. Für schwere Lasten sind dafür geeignete Dübel und Verankerungen erforderlich.

Worauf bei der Auswahl achten

Porenbeton ist kein «aufgeschäumter Beton» für jede Tragaufgabe. Materialkennwerte, Wanddicke und Anschlussdetails müssen zur statischen und bauphysikalischen Aufgabe passen.

Praxis-Hinweis

Bei bestehenden Unterlagen den Begriff Gasbeton als Synonym einordnen. Bei neuen Planungen Produktdaten und aktuelle Bezeichnung Porenbeton verwenden.

Einordnung im Bauablauf

Bei Gasbeton (historische Bezeichnung) entscheidet nicht nur das einzelne Produkt oder Bauteil, sondern vor allem der Anschluss an angrenzende Schichten und die spätere Nutzung. Planung, Ausführung und Wartung sollten deshalb als zusammenhängendes System betrachtet werden. Bei Umbauten ist zusätzlich zu prüfen, welche vorhandenen Materialien weiter genutzt werden können und wo neue Schnittstellen entstehen.