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Baulexikon

Flachdach

Sofort erklärt

Ein Flachdach ist ein Dach mit geringer Neigung, bei dem Abdichtung, Entwässerung und Anschlusshöhen besonders sorgfältig geplant werden müssen.

Flachdach wird trotz seines Namens mit Gefälle beziehungsweise gezielten Entwässerungspunkten geplant. Aufbau und Nutzung können als nicht genutztes Dach, Terrasse, Gründach oder Technikfläche sehr unterschiedlich sein.

Aufgabe im Gebäude

Typische Schichten sind Tragkonstruktion, Luftdichtheits- beziehungsweise Dampfbremsebene, Wärmedämmung und Abdichtung. Bei Umkehrdächern liegt die Dämmung teilweise oberhalb der Abdichtung.

Konstruktion und Details

Dachabläufe, Notentwässerung, Attika, Durchdringungen und Türanschlüsse sind die kritischen Details. Bei Dachterrassen und Begrünungen kommen Schutz-, Drainage- und Nutzschichten hinzu.

Typische Schwachstellen

Zu geringe Anschlusshöhen, stehendes Wasser oder unkoordinierte Haustechnikdurchdringungen erhöhen das Schadensrisiko. Nachträgliche Installationen dürfen die Abdichtung nicht improvisiert durchbrechen.

Praxis-Hinweis

Vor Ausführung einen vollständigen Dachplan mit Gefälle, Abläufen, Notentwässerung und allen Durchdringungen erstellen. Details nicht erst auf der Baustelle lösen.

Einordnung im Bauablauf

Bei Flachdach entscheidet nicht nur das einzelne Produkt oder Bauteil, sondern vor allem der Anschluss an angrenzende Schichten und die spätere Nutzung. Planung, Ausführung und Wartung sollten deshalb als zusammenhängendes System betrachtet werden. Bei Umbauten ist zusätzlich zu prüfen, welche vorhandenen Materialien weiter genutzt werden können und wo neue Schnittstellen entstehen.

Fachliche Einordnung

Quellen & Normhinweise

Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.