Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD/FI)
Eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, kurz RCD und umgangssprachlich FI-Schalter, schaltet einen Stromkreis bei gefährlichen Fehlerströmen sehr schnell ab.
Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD/FI) vergleicht die hin- und zurückfliessenden Ströme eines Stromkreises. Entsteht eine relevante Differenz, etwa weil Strom über einen unerwünschten Weg abfliesst, löst die Schutzeinrichtung aus.
So funktioniert das System
RCDs ergänzen Überstrom-Schutzeinrichtungen wie Sicherungen oder Leitungsschutzschalter. Sie schützen nicht vor jedem elektrischen Risiko und ersetzen weder korrekte Erdung noch fachgerechte Installation.
Planung und Auslegung
Auslösewerte, Typ des RCD, Zuordnung der Stromkreise und Selektivität gehören in die Elektroplanung. Moderne Anlagen werden so aufgeteilt, dass ein einzelner Fehler nicht unnötig das gesamte Gebäude spannungslos macht.
Fehler, die später teuer werden
Wiederholtes Auslösen ist kein Grund, den Schutz zu umgehen. Ursache können defekte Geräte, Feuchtigkeit, Isolationsfehler oder die Summe betriebsbedingter Ableitströme sein.
Elektroinstallationen und Schutzmassnahmen gehören in die Hände konzessionierter Fachpersonen. Die Prüftaste gemäss Herstellerangaben verwenden und bei unerklärlichem Auslösen die Ursache fachlich abklären lassen.
Einordnung im Bauablauf
Bei Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD/FI) entscheidet nicht nur das einzelne Produkt oder Bauteil, sondern vor allem der Anschluss an angrenzende Schichten und die spätere Nutzung. Planung, Ausführung und Wartung sollten deshalb als zusammenhängendes System betrachtet werden. Bei Umbauten ist zusätzlich zu prüfen, welche vorhandenen Materialien weiter genutzt werden können und wo neue Schnittstellen entstehen.