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Baulexikon

Entwässerungsrinne

Sofort erklärt

Eine Entwässerungsrinne sammelt Oberflächenwasser linienförmig und leitet es zu Ablauf, Kanalisation, Retention oder Versickerung.

Entwässerungsrinnen werden vor Garagen, auf Terrassen, in Höfen, Duschen oder entlang von Fassaden eingesetzt. Rinnenkörper, Rost, Gefälle und Anschluss müssen zur Wassermenge und Belastung passen.

Belastungsklasse

Eine Duschrinne hat andere Anforderungen als eine überfahrene Hofrinne. Verkehrslasten, Frost, Korrosion und Reinigungsmittel beeinflussen Material und Abdeckung.

Anschluss an Abdichtung

In Nassräumen und auf Dachterrassen ist der Übergang von Flächenabdichtung zur Rinne besonders kritisch. Systemgerechte Flansche und Höhen vermeiden Hinterläufigkeit.

Reinigung

Schlamm, Haare oder Laub reduzieren den Abfluss. Herausnehmbare Roste und zugängliche Geruchsverschlüsse beziehungsweise Abläufe erleichtern Wartung.

Rost und Barrierefreiheit

Roste müssen nicht nur Lasten tragen, sondern auch sicher begeh- oder befahrbar sein. Schlitzbreite, Rutschhemmung und Höhenlage beeinflussen Komfort und Barrierefreiheit. Im Aussenbereich kommen zusätzlich Frost und Streusalz als Materialbeanspruchung hinzu.

Anschluss an Abdichtung und Belag

Bei Terrassen, Duschen oder Fassadenanschlüssen funktioniert die Rinne nur im Zusammenspiel mit Gefälle, Abdichtung und Belagsaufbau. Ein falsch angeschlossener Ablauf kann Wasser hinter die Abdichtung führen.

Praxis-Hinweis

Eine Rinne nur so gut wie ihr Ablauf. Vor Einbau prüfen, wohin das Wasser fliesst und ob Anschlussleitung und Rückstausituation die geplante Menge aufnehmen.

Fachliche Einordnung

Quellen & Normhinweise

Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.