Einzelfundament
Ein Einzelfundament überträgt konzentrierte Lasten einzelner Stützen oder Pfosten in den Baugrund. Form und Grösse ergeben sich aus Last, Boden und Material.
Ein Einzelfundament besteht häufig aus Stahlbeton und liegt unter einer Stütze, einem Pfosten oder einer kleinen Konstruktion. Es verteilt die konzentrierte Last auf eine grössere Bodenfläche.
Baugrund bestimmt Abmessungen
Die zulässige Bodenpressung und Setzung sind entscheidend. Ein grösseres Fundament reduziert Bodenpressung, löst aber nicht automatisch Probleme bei sehr weichem oder heterogenem Untergrund.
Exzentrische Lasten
Stützenlasten greifen nicht immer mittig an. Momente, Windlasten oder Randlagen verändern Druckverteilung und können zusätzliche Bewehrung beziehungsweise Fundamentgeometrie erfordern.
Frost und Umgebung
Bei kleinen Aussenkonstruktionen sind Frosttiefe, Entwässerung und dauerhafte Bodenbedingungen wichtig. Ein geometrischer Betonrechner ersetzt keine statische und geotechnische Bemessung.
Fundamente wirken zusammen mit Stützen
Die Verbindung zwischen Stütze und Fundament überträgt Druck, Zug und Momente. Anker, Bewehrungsanschlüsse oder Stützenfüsse müssen deshalb zusammen mit Fundamentabmessungen geplant werden, besonders bei leichten Hallen- und Vordachkonstruktionen mit grossen Windkräften.
Auch die Verbindung zwischen Stütze und Fundament muss konstruktiv auf die auftretenden Kräfte abgestimmt sein.
Für tragende Gebäude- oder Hallenstützen Fundamentabmessungen nicht aus Erfahrungswerten ableiten. Lasten und Baugrund müssen zusammen bemessen werden.
Quellen & Normhinweise
Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.