Einschalen
Einschalen bedeutet, eine Form – die Schalung – herzustellen, in die Frischbeton eingebracht wird. Sie gibt dem Bauteil Geometrie und Oberfläche, bis der Beton ausreichend fest ist.
Beim Einschalen werden Schalhaut, Träger, Stützen und Verbindungsmittel so angeordnet, dass sie Frischbetondruck und Bauzustände sicher aufnehmen. Massgenauigkeit und Dichtheit beeinflussen die spätere Betonoberfläche.
Frischbetondruck
Frischer Beton übt erheblichen Druck auf vertikale Schalungen aus. Einbringgeschwindigkeit, Konsistenz, Temperatur und Bauteilhöhe beeinflussen die Beanspruchung.
Oberflächenqualität
Fugen, Plattenstösse und Schalhaut zeichnen sich auf Sichtbeton ab. Trennmittel erleichtern Ausschalen, müssen aber gleichmässig und materialverträglich eingesetzt werden.
Ausschalen zum richtigen Zeitpunkt
Schalung und insbesondere Unterstützungen dürfen erst entfernt werden, wenn das Bauteil ausreichende Festigkeit besitzt. Zeitpunkt hängt von Beton, Temperatur, Spannweite und Tragwirkung ab.
Toleranzen und Einbauteile
Einlagen, Anker, Aussparungen und Leerrohre müssen vor dem Betonieren fixiert und kontrolliert sein. Ein verschobenes Einbauteil lässt sich nach dem Ausschalen oft nur noch durch Bohren oder Stemmen korrigieren und kann Bewehrung oder Oberfläche beeinträchtigen.
Schalung bestimmt die Betonoberfläche
Fugen, Ankerstellen, Schalhaut und Trennmittel prägen die spätere Oberfläche. Bei Sichtbeton müssen diese Details deshalb bereits vor dem Betonieren gestalterisch und technisch festgelegt sein.
Bei Decken nicht nur die Schalhaut betrachten. Temporäre Stützen und Nachunterstützung sind Teil des Tragkonzepts während der Erhärtung.
Quellen & Normhinweise
Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.