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Baulexikon A–Z

Baubegriffe mit E

30 Begriffe – alphabetisch von oben nach unten sortiert.

Edelstahl

Edelstahl ist ein Sammelbegriff für Stähle mit besonderen Reinheits- oder Legierungseigenschaften. Im Bau ist damit häufig korrosionsbeständiger Chrom- oder Chromnickelstahl gemeint.

Einblasdämmung

Einblasdämmung wird als loses Dämmmaterial über Schläuche in geschlossene oder offene Hohlräume eingebracht. Typische Materialien sind Zellulose, Holzfaser oder mineralische Fasern.

Einbruchschutz

Einbruchschutz umfasst bauliche, mechanische und elektronische Massnahmen, die das gewaltsame Eindringen in ein Gebäude erschweren, verzögern und erkennbar machen.

Einschalen

Einschalen bedeutet, eine Form – die Schalung – herzustellen, in die Frischbeton eingebracht wird. Sie gibt dem Bauteil Geometrie und Oberfläche, bis der Beton ausreichend fest ist.

Einscheibensicherheitsglas (ESG)

Einscheibensicherheitsglas, kurz ESG, ist thermisch vorgespanntes Glas mit erhöhter Biege- und Stossfestigkeit. Beim Bruch zerfällt es in viele kleine stumpfkantigere Krümel.

Einschubdecke

Eine Einschubdecke beziehungsweise ein Fehlboden ist eine historische Zwischenschicht zwischen Holzbalken, die Schüttungen, Dämmstoffe oder Installationen aufnehmen kann.

Einzelfundament

Ein Einzelfundament überträgt konzentrierte Lasten einzelner Stützen oder Pfosten in den Baugrund. Form und Grösse ergeben sich aus Last, Boden und Material.

Elektroinstallation

Elektroinstallation umfasst die fest installierten Leitungen, Schutzorgane, Verteilungen, Steckdosen und Anschlüsse eines Gebäudes. In der Schweiz gelten dafür besondere Bewilligungs- und Kontrollregeln.

Elektroplanung

Elektroplanung legt Stromversorgung, Verteilungen, Steckdosen, Beleuchtung, Kommunikation, Gebäudeautomation und Anschlüsse grosser Verbraucher frühzeitig fest.

Elektrostatische Aufladung

Elektrostatische Aufladung entsteht, wenn sich elektrische Ladungen auf Oberflächen trennen und ansammeln. Im Gebäude zeigt sie sich meist durch kleine Entladungsfunken oder Anziehen von Staub.

Endosulfan

Endosulfan ist ein persistenter organischer Schadstoff und historisches Insektizid. Seine Herstellung, das Inverkehrbringen, die Einfuhr und Verwendung sind in der Schweiz im Rahmen der POP-Regelungen verboten.

Energiebedarf

Energiebedarf ist die rechnerisch benötigte Energiemenge für eine definierte Nutzung, etwa Raumheizung, Warmwasser, Lüftung oder Beleuchtung. Er ist nicht dasselbe wie gemessener Verbrauch.

Energiebezugsfläche (EBF)

Die Energiebezugsfläche, kurz EBF, ist eine definierte Bezugsfläche für energetische Berechnungen von Gebäuden. Sie darf nicht mit Wohn- oder Nettogeschossfläche gleichgesetzt werden.

Energienachweis

Der Energienachweis dokumentiert, dass ein Bauvorhaben die am Standort geltenden energetischen Anforderungen erfüllt. Verfahren und Formulare werden kantonal umgesetzt.

Energiesparlampe (Kompaktleuchtstofflampe)

Als Energiesparlampe wurde vor allem die kompakte Leuchtstofflampe bezeichnet, die Glühlampen ersetzte. Heute hat LED-Technik diese Lampen im Gebäudebereich weitgehend abgelöst.

Entkopplungsmatte

Eine Entkopplungsmatte trennt einen Fliesen- oder Plattenbelag teilweise vom Untergrund, damit begrenzte Verformungen und Spannungen nicht direkt in den Belag übertragen werden.

Entwässerung

Entwässerung umfasst alle Systeme, die Niederschlags-, Schmutz- oder Sickerwasser kontrolliert sammeln, ableiten, zurückhalten oder versickern.

Entwässerungsrinne

Eine Entwässerungsrinne sammelt Oberflächenwasser linienförmig und leitet es zu Ablauf, Kanalisation, Retention oder Versickerung.

EPD

EPD steht für Environmental Product Declaration. Eine Umweltproduktdeklaration stellt quantifizierte Umweltinformationen eines Produkts auf Basis definierter Lebenszyklusregeln bereit.

EPDM

EPDM ist ein synthetischer Elastomer-Kautschuk mit hoher Witterungs-, UV- und Ozonbeständigkeit. Im Bau wird er für Dachbahnen, Dichtungen und Anschlussbänder verwendet.

Epoxidharz

Epoxidharz ist ein reaktives Kunstharz, das mit einem Härter zu einem festen, chemisch und mechanisch belastbaren Polymer aushärtet. Im Bau wird es für Beschichtungen, Klebungen und Reparaturen eingesetzt.

EPS

EPS ist expandiertes Polystyrol, ein leichter geschäumter Kunststoffdämmstoff. Er wird in Fassaden, Dächern, Böden und weiteren Wärmedämmkonstruktionen eingesetzt.

Erdbebenbemessung

Erdbebenbemessung stellt sicher, dass Tragwerke definierte seismische Einwirkungen mit angemessenem Sicherheitsniveau aufnehmen können.

Erdberührte Bauteile

Erdberührte Bauteile stehen direkt oder über Schutzschichten mit Boden in Kontakt, etwa Kellerwände, Bodenplatten und Fundamente. Sie sind Feuchte, Wasser und Erdlasten ausgesetzt.

Erdung

Erdung verbindet elektrische Anlagen oder leitfähige Teile gezielt mit dem Erdpotential. Sie ist Teil des Schutzkonzepts gegen gefährliche Berührungsspannungen und Überspannungen.

Erdwärmesonde

Eine Erdwärmesonde ist ein vertikaler geschlossener Rohrkreislauf im Untergrund, der Wärme für eine Sole/Wasser-Wärmepumpe aufnimmt und bei geeigneten Anlagen auch zur Kühlung dienen kann.

Estrich (Unterlagsboden)

Estrich ist die in Deutschland übliche Bezeichnung für eine lastverteilende Bodenschicht; in der Schweiz wird meist von Unterlagsboden gesprochen. Er bildet den Untergrund für den Bodenbelag.

Etagenheizung

Eine Etagenheizung versorgt eine einzelne Wohnung oder ein Geschoss mit Wärme, statt das gesamte Gebäude über eine gemeinsame zentrale Heizung zu bedienen.

Expositionsklasse

Die Expositionsklasse beschreibt Umwelteinwirkungen, denen Beton während seiner Nutzung ausgesetzt ist, etwa Frost, Chloride, Carbonatisierung oder chemischer Angriff.

Extensivbegrünung

Extensivbegrünung ist eine leichte, pflegearme Form der Dachbegrünung mit niedriger Vegetation und relativ geringer Substrathöhe.