Dehnfuge
Eine Dehnfuge trennt Bauteile so, dass temperatur-, feuchte- oder setzungsbedingte Bewegungen aufgenommen werden können, ohne unkontrollierte Risse oder Zwängungen zu erzeugen.
Eine Dehnfuge – allgemeiner Bewegungsfuge – ist kein zufälliger Spalt, sondern ein geplanter Bestandteil der Konstruktion. Lage, Breite, Fugenprofil und Dichtstoff richten sich nach den erwarteten Bewegungen.
Bewegungen entstehen aus vielen Ursachen
Baustoffe ändern ihre Länge durch Temperatur und Feuchte. Zusätzlich wirken Schwinden, Kriechen, Setzungen und unterschiedliche Verformungen benachbarter Bauteile.
Fuge durch alle relevanten Schichten führen
Eine Bewegungsfuge im Tragwerk darf nicht einfach mit einem starren Belag überbrückt werden. Sonst konzentriert sich die Bewegung an der Oberfläche und erzeugt dort Risse oder Ablösungen.
Dichtstoff braucht richtige Geometrie
Elastische Fugen funktionieren nur bei geeigneter Haftung und Dimensionierung. Eine Hinterfüllung verhindert unerwünschte Dreiflankenhaftung und begrenzt die Fugentiefe.
Wartung gehört zur Konstruktion
Elastische Fugen altern und sind häufig Wartungsfugen. Verschmutzung, UV, Reinigungsmittel und wiederholte Bewegung verändern ihre Eigenschaften. Ein Detail ist deshalb besser, wenn die Fuge später kontrolliert und erneuert werden kann, ohne angrenzende Bauteile zu zerstören.
Bestehende Bewegungsfugen bei Sanierungen nicht überkleben oder überspachteln. Sie müssen im neuen Aufbau an der richtigen Stelle übernommen werden.