Dachrinne
Eine Dachrinne sammelt Niederschlagswasser an der Traufe und leitet es zu Fallrohren. Form, Querschnitt, Gefälle und Befestigung müssen zur Dachfläche und zum Standort passen.
Die Dachrinne ist ein exponiertes Bauteil: Wasser, Schnee, Eis, Laub und Temperaturwechsel wirken direkt auf sie ein. Häufige Werkstoffe sind Titanzink, Kupfer, Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff.
Gefälle und Ablauf
Rinnen werden so montiert, dass Wasser sicher zu den Einläufen gelangt und nicht dauerhaft stehen bleibt. Durchhängende Bereiche können Schmutz sammeln und bei Frost stärker belastet werden.
Materialverträglichkeit
Metalle reagieren unterschiedlich miteinander und mit ablaufendem Wasser. Ungünstige Werkstoffkombinationen können Kontaktkorrosion oder Verfärbungen an darunterliegenden Flächen begünstigen.
Wartung
Laub, Moos und Schmutz reduzieren den freien Querschnitt. Rinnen, Einlaufstutzen und Fallrohre sollten deshalb zugänglich bleiben und regelmässig kontrolliert werden.
Schnee und Eis berücksichtigen
In schneereichen Lagen können abrutschende Schneemassen Rinnen und Halter stark belasten. Schneefangsysteme, Rinnenposition und Traufdetail müssen deshalb zusammen betrachtet werden. Eine besonders massive Rinne löst das Problem nicht, wenn ihre Befestigung oder Position ungünstig ist.
Bei wiederkehrendem Überlaufen nicht nur die Rinne reinigen. Auch Querschnitt, Anzahl Fallrohre, Einlaufdetails und aussergewöhnlich grosse angeschlossene Dachflächen prüfen.
Quellen & Normhinweise
Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.