Dachneigung
Die Dachneigung ist der Winkel einer Dachfläche gegenüber der Horizontalen. Sie beeinflusst Wasserablauf, Dachdeckung, Raumgeometrie und die tatsächliche Dachfläche.
Die Dachneigung wird meist in Grad angegeben; Steigungen können auch in Prozent ausgedrückt werden. 45 Grad entsprechen dabei 100 Prozent Steigung, weil Höhenzuwachs und horizontale Strecke gleich gross sind.
Deckung und Regensicherheit
Dachprodukte besitzen abhängig vom System geeignete Neigungsbereiche. Bei flacheren Neigungen steigen die Anforderungen an Unterdach und Anschlüsse, weil Wasser langsamer abläuft und leichter unter Deckelemente gelangt.
Fläche und Sparrenlänge
Mit zunehmender Neigung wird eine Dachfläche bei gleicher horizontaler Projektion grösser. Auch Sparren werden länger; deshalb ist die Neigung eine wichtige Eingabe für Material- und Geometrieberechnungen.
Ausbau und Gestaltung
Steile Dächer schaffen mehr nutzbare Höhe im Dachraum, verändern aber Gebäudevolumen und Erscheinung. Zulässige Formen und Höhen können lokal geregelt sein.
Messen am Bestand
Die Neigung kann mit digitaler Wasserwaage oder aus Höhen- und Horizontaldifferenz bestimmt werden. Bei unebenen alten Dächern an mehreren Stellen messen. Lokale Verformungen sollten nicht mit der planerischen Hauptneigung verwechselt werden.
Für Materialbestellungen die tatsächlich vorhandene Neigung messen oder aus verlässlichen Plänen bestimmen. Kleine Winkelabweichungen wirken sich bei grossen Dachflächen auf Mengen aus.
Quellen & Normhinweise
Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.