Dachkonstruktion
Die Dachkonstruktion ist das tragende System eines Dachs. Sie nimmt Eigengewicht, Schnee, Wind und Nutzlasten auf und leitet diese in Wände, Stützen und Fundamente weiter.
Unter Dachkonstruktion versteht man das Tragwerk, auf dem Dachaufbau und Dachdeckung liegen. Bei geneigten Holzdächern sind Sparren-, Pfetten- oder Mischsysteme üblich; Flachdächer können aus Holz, Stahl, Beton oder Verbundsystemen bestehen.
Lastabtragung verstehen
Sparren und Träger wirken nicht isoliert. Aussteifungen, Auflager und Verbindungen sorgen dafür, dass vertikale und horizontale Kräfte sicher in das Gebäude gelangen.
Umbauten verändern das System
Gauben, Dachfenster, Photovoltaik oder entfernte Stützen können Lastpfade verändern. Ausschnitte an tragenden Bauteilen benötigen daher eine statische Beurteilung.
Feuchte und Dauerhaftigkeit
Holztragwerke reagieren empfindlich auf dauerhafte Feuchte, Stahl auf Korrosion und Beton auf ungeeignete Detailbedingungen. Eine intakte Dachhaut schützt deshalb auch das Tragwerk.
Verformung ist ein Warnsignal, aber nicht automatisch ein Schaden
Durchbiegungen und Schiefstellungen können historisch bedingt und stabil sein oder auf aktuelle Überlastung beziehungsweise Feuchte hinweisen. Für die Beurteilung zählt deshalb der Zustand der Verbindungen, die Entwicklung über die Zeit und die geplante künftige Belastung.
Bei einem alten Dach vor Ausbau oder Solaranlage Tragzustand, Verbindungen und Verformungen prüfen lassen. Sichtbar kräftige Balken sind kein Ersatz für eine statische Beurteilung.
Quellen & Normhinweise
Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.