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Baulexikon

Dachabdichtung

Sofort erklärt

Die Dachabdichtung ist eine durchgehende wasserundurchlässige Schicht, besonders bei Flachdächern und schwach geneigten Dachflächen. Sie schützt den darunterliegenden Aufbau vor Niederschlagswasser.

Eine Dachabdichtung besteht je nach System aus bituminösen Bahnen, Kunststoff- oder Elastomerbahnen oder flüssig aufgebrachten Abdichtungen. Ihre Dauerhaftigkeit hängt stark von Untergrund, Nähten, Anschlüssen und Schutzschichten ab.

Gefälle und Entwässerung

Auch eine hochwertige Abdichtung sollte Wasser nicht unnötig lange stauen. Gefälle, Abläufe und Notentwässerung reduzieren die Belastung und erleichtern Wartung.

Anschlüsse sind die Schwachstellen

Attiken, Türschwellen, Durchdringungen, Lichtkuppeln und Abläufe benötigen systemgerechte Aufbordungen und Anschlüsse. Viele Schäden entstehen nicht in der freien Fläche, sondern an diesen Details.

Schutz der Abdichtung

Begrünungen, Terrassenbeläge oder Kies schützen vor UV und mechanischer Beanspruchung, erzeugen aber zusätzliche Lasten und erschweren spätere Lecksuche. Trenn- und Schutzlagen werden deshalb gezielt geplant.

Nähte und Materialwechsel

Bei Bahnenabdichtungen sind Nahtqualität und Übergänge zwischen unterschiedlichen Werkstoffen entscheidend. Kleber, Primer und Anschlussbleche müssen zum System passen. Mischlösungen aus mehreren Generationen von Produkten sollten bei Sanierungen besonders sorgfältig geprüft werden.

Praxis-Hinweis

Bei Undichtigkeiten nicht vorschnell die gesamte Fläche ersetzen. Eine systematische Leckortung kann zeigen, ob ein Anschluss, eine Naht oder eine Durchdringung ursächlich ist.

Fachliche Einordnung

Quellen & Normhinweise

Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.