Baubegriffe mit D
34 Begriffe – alphabetisch von oben nach unten sortiert.
Dach
Das Dach ist der obere Abschluss eines Gebäudes. Es schützt vor Witterung und vereint Tragwerk, Dämmung, Luftdichtheit, Feuchteschutz, Entwässerung und häufig Gebäudetechnik.
Dachabdichtung
Die Dachabdichtung ist eine durchgehende wasserundurchlässige Schicht, besonders bei Flachdächern und schwach geneigten Dachflächen. Sie schützt den darunterliegenden Aufbau vor Niederschlagswasser.
Dachaufbau
Der Dachaufbau beschreibt die funktionalen Schichten eines Dachs – vom Tragwerk über Luftdichtheit und Dämmung bis zu Unterdach, Abdichtung oder Dachdeckung.
Dachausbau
Dachausbau bezeichnet die Umwandlung eines bisher wenig oder unbeheizten Dachraums in nutzbare, häufig beheizte Räume. Dabei ändern sich Bauphysik, Brandschutz und Erschliessung.
Dachbegrünung
Eine Dachbegrünung ist ein mehrschichtiger Dachaufbau mit Vegetation. Sie kann Regenwasser zurückhalten, das Mikroklima verbessern und die Dachabdichtung vor Witterungseinflüssen schützen.
Dachbelichtung
Dachbelichtung bezeichnet die Versorgung von Räumen unter dem Dach mit Tageslicht – etwa über Dachfenster, Gauben, Oberlichter oder verglaste Dachaufbauten.
Dachdeckung
Die Dachdeckung ist die äussere, direkt bewitterte Schicht eines geneigten Dachs. Sie führt Regen und Schnee ab und prägt Erscheinung, Gewicht und Detailausbildung.
Dachentwässerung
Die Dachentwässerung sammelt Niederschlagswasser und führt es kontrolliert vom Dach weg. Dazu gehören Rinnen, Abläufe, Fallrohre, Notentwässerungen und Anschlussleitungen.
Dachfenster
Ein Dachfenster ist eine Verglasung innerhalb oder unmittelbar über einer Dachfläche. Es bringt Tageslicht und Lüftung in Dachräume, stellt aber hohe Anforderungen an Anschlüsse und sommerlichen Wärmeschutz.
Dachgaube
Eine Dachgaube ist ein Aufbau in einer geneigten Dachfläche mit eigener kleiner Dach- und Fassadenfläche. Sie schafft Kopfraum, Tageslicht und oft zusätzliche nutzbare Fläche.
Dachgeschoss
Das Dachgeschoss ist das oberste Geschoss eines Gebäudes im Bereich der Dachkonstruktion. Seine baurechtliche Einordnung hängt in der Schweiz von kantonalen und kommunalen Vorschriften ab.
Dachkonstruktion
Die Dachkonstruktion ist das tragende System eines Dachs. Sie nimmt Eigengewicht, Schnee, Wind und Nutzlasten auf und leitet diese in Wände, Stützen und Fundamente weiter.
Dachneigung
Die Dachneigung ist der Winkel einer Dachfläche gegenüber der Horizontalen. Sie beeinflusst Wasserablauf, Dachdeckung, Raumgeometrie und die tatsächliche Dachfläche.
Dachrinne
Eine Dachrinne sammelt Niederschlagswasser an der Traufe und leitet es zu Fallrohren. Form, Querschnitt, Gefälle und Befestigung müssen zur Dachfläche und zum Standort passen.
Dachstuhl
Der Dachstuhl ist die tragende Holzkonstruktion eines geneigten Dachs. Er umfasst je nach System Sparren, Pfetten, Stützen, Streben, Zangen und ihre Verbindungen.
Dachterrasse
Eine Dachterrasse ist eine begehbare, meist genutzte Fläche über beheizten oder unbeheizten Räumen. Abdichtung, Gefälle, Anschlusshöhen, Entwässerung und Absturzsicherung sind zentrale Planungsthemen.
Dämmstoffe
Dämmstoffe reduzieren Wärmefluss und können je nach Produkt zusätzlich Schall-, Brand- oder Feuchteschutzfunktionen übernehmen. Entscheidend sind Materialeigenschaften und die richtige Anwendung im Bauteil.
Dämmung
Dämmung bezeichnet Massnahmen, die den Wärme-, Schall- oder teilweise Brandschutz eines Bauteils verbessern. Im Gebäudebereich ist meist die Wärmedämmung gemeint.
Dampfbremse
Eine Dampfbremse begrenzt den Wasserdampfdurchgang durch ein Bauteil und wird häufig zugleich als luftdichte Ebene ausgeführt. Ihre Wirkung muss zum gesamten Aufbau passen.
Dampfsperre
Eine Dampfsperre ist eine Schicht mit sehr hohem Wasserdampfdiffusionswiderstand. Sie wird nur dort eingesetzt, wo ein entsprechend dichter Aufbau bauphysikalisch erforderlich ist.
Decke
Eine Decke ist ein horizontales oder geneigtes Bauteil, das Geschosse trennt oder einen Raum nach oben abschliesst. Sie kann tragende, brand-, schall- und wärmeschutztechnische Funktionen übernehmen.
Deckenaufbau
Der Deckenaufbau beschreibt die Schichten oberhalb und unterhalb der tragenden Rohdecke. Er beeinflusst Schall, Wärme, Installationen, Bodenhöhe und Brandschutz.
Dehnfuge
Eine Dehnfuge trennt Bauteile so, dass temperatur-, feuchte- oder setzungsbedingte Bewegungen aufgenommen werden können, ohne unkontrollierte Risse oder Zwängungen zu erzeugen.
Dichtung
Eine Dichtung verhindert oder begrenzt den Durchtritt von Wasser, Luft, Gas, Schmutz oder Schall an Fugen und Verbindungen. Material und Geometrie müssen zur Beanspruchung passen.
Diffusion
Diffusion ist der Transport von Molekülen aufgrund eines Konzentrations- beziehungsweise Dampfdruckgefälles. Im Bau ist vor allem Wasserdampfdiffusion durch Bauteilschichten relevant.
Dispersion
Eine Dispersion ist ein Gemisch, in dem sehr kleine Teilchen fein in einem anderen Stoff verteilt sind. Im Bau begegnet der Begriff besonders bei Farben, Grundierungen, Klebstoffen und Beschichtungen.
Dispersionsfarbe
Dispersionsfarbe ist eine wasserbasierte Beschichtung, bei der polymeres Bindemittel fein im Wasser verteilt ist. Sie wird vor allem auf Wänden und Decken eingesetzt.
Drainage
Eine Drainage – fachlich Dränanlage – sammelt und leitet Wasser im Boden ab. Sie kann Bauteile entlasten, ersetzt aber keine erforderliche Bauwerksabdichtung.
Drückendes Wasser
Drückendes Wasser übt hydrostatischen Druck auf erdberührte Bauteile aus, etwa durch Grundwasser oder zeitweise aufstauendes Wasser. Abdichtung und Tragwerk müssen dafür ausgelegt sein.
Dünnbettverfahren
Beim Dünnbettverfahren werden Fliesen oder Platten mit einer relativ dünnen Klebemörtelschicht auf einen ausreichend ebenen Untergrund geklebt.
Durchflussbegrenzer
Ein Durchflussbegrenzer reduziert die Wassermenge pro Zeiteinheit an einer Armatur oder Leitung. Er kann Wasser und bei Warmwasser zusätzlich Energie sparen.
Durchlauferhitzer
Ein Durchlauferhitzer erwärmt Trinkwasser erst während der Entnahme. Dadurch entfällt ein grosser Warmwasserspeicher, dafür ist kurzfristig eine hohe Heizleistung nötig.
Duschkabine
Eine Duschkabine begrenzt den Spritzwasserbereich einer Dusche durch feste oder bewegliche Trennwände. Für Dauerhaftigkeit sind Glas, Beschläge, Anschlüsse und die Abdichtung dahinter entscheidend.
Duschwanne
Eine Duschwanne ist ein vorgefertigtes Sanitärelement, das Wasser sammelt und zum Ablauf führt. Sie kann aufgesetzt, flach eingebaut oder nahezu bodengleich ausgeführt werden.