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Baulexikon

Cadmium

Sofort erklärt

Cadmium ist ein toxisches Schwermetall. Im Bau ist es vor allem bei älteren Pigmenten, Beschichtungen, Kunststoffen und bestimmten Metallanwendungen als möglicher Schadstoff relevant.

Cadmium gehört zu den gesundheitlich problematischen Schwermetallen. Für heutige Bauprojekte steht weniger der reguläre Einsatz als der sichere Umgang mit Altmaterialien und belasteten Stäuben im Vordergrund.

Mögliche Vorkommen im Bestand

Cadmiumverbindungen wurden historisch unter anderem als Pigmente und Stabilisatoren eingesetzt. Bei Rückbau, Schleifen oder thermischer Bearbeitung belasteter Materialien können Stäube oder Dämpfe entstehen.

Aufnahme vermeiden

Arbeitsplatzgrenzwerte und Schutzmassnahmen richten sich nach Exposition und Tätigkeit. Besonders bei unbekannten Altbeschichtungen ist eine Schadstoffabklärung sinnvoll, bevor mechanisch bearbeitet wird.

Entsorgung

Schadstoffhaltige Materialien müssen getrennt erfasst und nach den geltenden Abfallvorschriften entsorgt werden. Eine Vermischung mit normalem Bauschutt ist zu vermeiden.

Schadstoffdiagnostik statt Vermutung

Bei Schadstoffuntersuchungen wird Cadmium häufig zusammen mit weiteren Schwermetallen betrachtet. Entscheidend ist nicht nur, ob ein Stoff vorhanden ist, sondern in welcher Materialschicht und Konzentration. Daraus werden Schutz- und Entsorgungsmassnahmen abgeleitet.

Besonders beim Schleifen, Strahlen oder Brennschneiden alter Beschichtungen kann die Exposition wesentlich höher sein als bei ungestörtem Material im eingebauten Zustand.

Praxis-Hinweis

Altanstriche oder Kunststoffe nicht allein aufgrund von Farbe oder Alter als cadmiumfrei einstufen. Bei relevantem Verdacht fachgerecht untersuchen lassen.

Fachliche Einordnung

Quellen & Normhinweise

Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.