Boiler
Boiler ist in der Schweiz die gebräuchliche Bezeichnung für einen Warmwasserspeicher. Er bevorratet erwärmtes Trinkwasser und stellt es bei Bedarf für Dusche, Bad und Küche bereit.
Ein Boiler speichert Warmwasser in einem gedämmten Behälter. Er kann elektrisch beheizt oder über Wärmepumpe, Heizkessel, Fernwärme, Solarwärme oder eine Kombination geladen werden.
Speichergrösse
Ein zu kleiner Speicher führt zu Komforteinbussen, ein unnötig grosser Speicher erhöht Wärmeverluste und Wasserinhalt. Dimensionierung richtet sich nach Nutzung, Anzahl Personen, Zapfprofil und Wärmeerzeuger.
Temperatur und Hygiene
Trinkwarmwasser muss hygienisch betrieben werden. Speichertemperatur, Zirkulation, Stagnation und Leitungsführung gehören zusammen und sollten nach den geltenden Fachregeln geplant werden.
Wärmeverluste
Auch gut gedämmte Speicher verlieren Wärme. Aufstellort, Dämmqualität, Rohranschlüsse und Zirkulationsleitungen beeinflussen die Bereitschaftsverluste.
Zirkulation und Leitungswege
In grösseren Gebäuden wird Warmwasser oft über eine Zirkulationsleitung nahe an den Zapfstellen gehalten. Das erhöht den Komfort, verursacht aber zusätzliche Wärmeverluste. Rohrdämmung, hydraulischer Abgleich und Betriebszeiten beeinflussen die Effizienz.
Bei kleinen Wohnungen kann dagegen eine unnötige Zirkulation mehr Energie verlieren, als sie an Komfort gewinnt. Speicher und Leitungsnetz sollten gemeinsam dimensioniert werden.
Bei Ersatz nicht einfach denselben Literinhalt bestellen. Verbrauchsprofil und neuer Wärmeerzeuger können eine andere Speichergrösse sinnvoll machen.