Blockhaus
Ein Blockhaus besitzt Wände aus übereinanderliegenden massiven Holzbohlen oder -stämmen. Tragwirkung, Wärmeschutz und Setzverhalten unterscheiden sich von Holzrahmen- oder Massivbauten.
Beim Blockhaus bilden horizontal geschichtete Holzelemente einen wesentlichen Teil der tragenden Aussenwand. Das Holz bleibt häufig innen und aussen sichtbar.
Holz arbeitet
Massivholz verändert seine Abmessungen mit der Holzfeuchte. Besonders quer zur Faser können sich Wandhöhen während der Trocknung verändern. Fenster, Türen, Leitungen und Stützen brauchen daher setzungstaugliche Details.
Wärmeschutz
Eine massive Holzwand dämmt besser als Beton, erreicht aber bei üblichen Dicken nicht automatisch heutige Anforderungen an die Gebäudehülle. Viele Systeme kombinieren Blockbohlen deshalb mit zusätzlichen Dämmschichten.
Fugen und Witterung
Winddichtheit, Schlagregenschutz und konstruktiver Holzschutz sind entscheidend. Grosse Dachüberstände ersetzen keine sauberen Sockel-, Eck- und Öffnungsdetails.
Setzung konstruktiv zulassen
Bei klassischen Blockwänden kann die Wandhöhe über die ersten Jahre messbar abnehmen. Stützen oder Innenwände, die nicht im gleichen Mass schwinden, benötigen gleitende Anschlüsse oder nachstellbare Details. Sonst können Lasten ungewollt umgelagert werden.
Installationen dürfen diese Bewegung ebenfalls nicht blockieren. Starre Leitungen und senkrechte Schächte brauchen ausreichend Bewegungsreserve.
Bei Umbauten keine starren Einbauten über mehrere Blockbohlen befestigen, ohne das Setzverhalten zu berücksichtigen. Das kann zu Verspannungen und Undichtigkeiten führen.