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Baulexikon

Betonfertigteile

Sofort erklärt

Betonfertigteile sind werkseitig hergestellte Beton- oder Stahlbetonbauteile, die auf der Baustelle montiert und miteinander verbunden werden.

Betonfertigteile verlagern einen Teil der Produktion von der Baustelle ins Werk. Typische Beispiele sind Treppen, Wände, Deckenplatten, Stützen, Balkone und Fassadenelemente.

Vorteile der Vorfertigung

Witterungsunabhängige Herstellung, wiederholbare Schalungen und kontrollierte Prozesse ermöglichen hohe Massgenauigkeit und Oberflächenqualität. Auf der Baustelle verkürzt sich die Montagezeit.

Fugen und Anschlüsse sind entscheidend

Ein Fertigteil funktioniert erst als Teil des Bauwerks. Lager, Verguss, Bewehrungsanschlüsse, Dichtfugen und Toleranzen müssen Kräfte, Bewegungen, Schall und Feuchte sicher übertragen beziehungsweise trennen.

Transport und Montage

Bauteilgrösse wird nicht nur durch Statik, sondern auch durch Gewicht, Transportweg, Kranleistung und Montageabfolge begrenzt. Hebepunkte sind Bestandteil der Planung.

Toleranzen zwischen Werk und Baustelle

Fertigteile werden präzise hergestellt, treffen auf der Baustelle aber auf andere Bauteile mit eigenen Toleranzen. Fugen und Lager müssen diese Abweichungen aufnehmen können. Zu knapp geplante Anschlüsse führen zu Nacharbeiten, die Qualität und Termine verschlechtern.

Bei Fassadenfertigteilen kommen Temperaturbewegungen und Witterung hinzu. Befestigungen müssen Lasten übertragen und gleichzeitig die vorgesehenen Bewegungen zulassen.

Praxis-Hinweis

Bei Fertigteilen früh planen. Nachträgliche Änderungen an Öffnungen, Einbauteilen oder Anschlüssen sind deutlich schwieriger als bei Ortbeton.