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Baulexikon

Beton

Sofort erklärt

Beton ist ein mineralischer Verbundbaustoff aus Zement, Wasser und Gesteinskörnung. Durch gezielte Zusammensetzung und Verarbeitung lassen sich Festigkeit, Dauerhaftigkeit und Verarbeitbarkeit an den Einsatz anpassen.

Beton erhärtet durch die Reaktion von Zement und Wasser. Er ist druckfest, formbar und vielseitig, besitzt allein jedoch nur eine begrenzte Zugfestigkeit. Deshalb wird tragender Beton häufig mit Bewehrungsstahl kombiniert.

Frischbeton und Festbeton

Während des Einbaus sind Konsistenz, Verdichtung, Temperatur und Zeit entscheidend. Nach dem Erhärten bestimmen unter anderem Festigkeitsklasse, Expositionsbedingungen und Bauteildetails die Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit.

Wasser ist nicht einfach «mehr ist besser»

Zusätzliches Wasser macht Beton zunächst fliessfähiger, kann aber das Wasser-Zement-Verhältnis erhöhen und dadurch Festigkeit und Dauerhaftigkeit verschlechtern. Rezepturänderungen gehören deshalb nicht improvisiert auf die Baustelle.

Nachbehandlung

Frische Betonoberflächen müssen vor zu raschem Wasserverlust und ungünstigen Temperaturen geschützt werden. Gute Nachbehandlung reduziert Frühschäden und unterstützt die Festigkeitsentwicklung.

Betonmenge berechnen

Für eine erste geometrische Mengenermittlung steht der Baulinks Betonrechner zur Verfügung. Statik, Betonsorte und Ausführung werden damit nicht dimensioniert.

Dauerhaftigkeit entsteht im Detail

Beton kann sehr langlebig sein, wenn Zusammensetzung und Konstruktion zur Umgebung passen. Wasser, Frost, Tausalze oder chemische Beanspruchung stellen unterschiedliche Anforderungen. Risse, zu geringe Betondeckung oder schlecht verdichtete Bereiche können die Schutzwirkung lokal stark reduzieren.

Auch Schalung und Einbringtechnik beeinflussen die Oberfläche. Sichtbeton verlangt deshalb deutlich mehr Planung als ein später verputztes Bauteil: Schalungsbild, Ankerstellen, Betonierabschnitte und Farbunterschiede sollten vorab festgelegt werden.

Praxis-Hinweis

Bei tragenden Bauteilen Betonsorte, Expositionsklasse, Bewehrung und Details aus der Planung übernehmen. «Beton ist Beton» ist technisch falsch.

Fachliche Einordnung

Quellen & Normhinweise

Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.