baulinks.ch Rechner öffnen
Baulexikon

Beleuchtung

Sofort erklärt

Beleuchtung umfasst die gezielte Nutzung von Tageslicht und künstlichem Licht, um Räume sicher, funktional und angenehm nutzbar zu machen.

Gute Beleuchtung entsteht nicht durch möglichst viele Leuchten, sondern durch abgestimmte Helligkeit, Lichtverteilung, Blendungsbegrenzung und passende Lichtfarbe.

Grund-, Arbeits- und Akzentlicht

Eine gleichmässige Grundbeleuchtung schafft Orientierung. Arbeitslicht erhöht die Beleuchtungsstärke dort, wo Sehaufgaben stattfinden. Akzentlicht modelliert Räume und hebt Materialien oder Objekte hervor.

Leuchte und Raum wirken zusammen

Helle Decken und Wände reflektieren Licht stärker als dunkle Oberflächen. Indirektes Licht kann sehr angenehm wirken, braucht für dieselbe Nutzbeleuchtung aber mehr Lichtstrom als eine gezielte direkte Beleuchtung.

Planung mit Elektroinstallation

Schaltgruppen, Dimmung, Bewegungs- und Tageslichtsensoren sollten früh mit Möblierung und Nutzung koordiniert werden. Nachträgliche Leitungsänderungen sind aufwendiger.

Lichtqualität statt Watt

Bei LED-Leuchten beschreibt die elektrische Leistung in Watt nicht direkt die Helligkeit. Lichtstrom in Lumen, Lichtverteilung und Wirkungsgrad sind aussagekräftiger. Für Arbeitsbereiche kommt zusätzlich die Beleuchtungsstärke am Nutzungsort hinzu.

Farbwiedergabe und Farbtemperatur beeinflussen, wie Materialien und Hauttöne wirken. In Wohnräumen kann eine gute Farbwiedergabe wichtiger sein als ein möglichst hoher theoretischer Wirkungsgrad.

Praxis-Hinweis

Leuchtenpositionen nicht nur im leeren Grundriss planen. Küchenzeilen, Spiegel, Tische, Schränke und Vorhänge verändern, wo Licht tatsächlich gebraucht wird.