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Baulinks Baulexikon B
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Baulexikon A–Z

Baubegriffe mit B

50 Begriffe – alphabetisch von oben nach unten sortiert.

Badewanne

Eine Badewanne ist ein fest installiertes Sanitärbauteil zum Baden. Für Planung und Einbau sind neben Form und Material besonders Tragfähigkeit, Abdichtung, Anschlussdetails und Zugänglichkeit der Installation wichtig.

Balken

Ein Balken ist ein stabförmiges tragendes Bauteil, das Lasten überwiegend quer zu seiner Längsachse aufnimmt und zu Auflagern, Wänden, Stützen oder anderen Tragelementen weiterleitet.

Balkon

Ein Balkon ist eine nutzbare Aussenfläche, die vor der Fassade liegt und konstruktiv mit dem Gebäude verbunden oder eigenständig davor gestellt ist.

Balkonbrüstung

Eine Balkonbrüstung ist ein geschlossenes oder weitgehend geschlossenes Bauteil am Rand eines Balkons, das vor Absturz schützt und zugleich Sicht-, Wind- oder Gestaltungselement sein kann.

Balkonentwässerung

Die Balkonentwässerung führt Niederschlagswasser kontrolliert von der Balkonfläche ab und schützt Belag, Abdichtung, Fassade und darunterliegende Bereiche vor Feuchteschäden.

Bauabnahme

Bei der Bauabnahme wird eine ausgeführte Bauleistung geprüft und formell übernommen. Sie ist ein wichtiger Zeitpunkt für Mängel, Dokumentation und den Übergang von Verantwortung.

Bauaufnahme

Eine Bauaufnahme erfasst ein bestehendes Gebäude durch Messen, Dokumentieren und zeichnerisches Darstellen. Sie schafft eine belastbare Planungsgrundlage für Umbau, Sanierung oder Bestandserfassung.

Baubeginn

Der Baubeginn ist der tatsächliche Start bewilligungspflichtiger Bauarbeiten. Vorher müssen die erforderlichen Freigaben, Auflagen, Sicherheitsmassnahmen und organisatorischen Voraussetzungen geklärt sein.

Baubehörde

Die Baubehörde ist die zuständige kommunale oder kantonale Stelle, die Bauvorhaben prüft, Bewilligungsverfahren koordiniert und die Einhaltung des öffentlichen Baurechts überwacht.

Baubeschreibung

Die Baubeschreibung beschreibt ein Bauprojekt in Worten und ergänzt die Pläne um Konstruktionen, Materialien, Qualitätsmerkmale, technische Systeme und Ausführungsstandards.

Baubewilligung

Die Baubewilligung ist der behördliche Entscheid, mit dem ein Bauvorhaben nach Prüfung der eingereichten Unterlagen öffentlich-rechtlich bewilligt wird.

Baufeuchte

Baufeuchte ist Feuchtigkeit, die durch frische Baustoffe, Niederschlag oder Bauprozesse in ein Gebäude gelangt und vor dem Ausbau ausreichend austrocknen muss.

Baufinanzierung

Baufinanzierung bezeichnet die Finanzierung eines Neubaus, Umbaus oder einer umfassenden Sanierung aus Eigenmitteln und Fremdkapital. Entscheidend sind nicht nur Baukosten, sondern auch Reserven und Zahlungszeitpunkte.

Baugesuch

Ein Baugesuch ist die formelle Eingabe eines geplanten Bauvorhabens bei der zuständigen Baubehörde. Es enthält die für die Prüfung notwendigen Formulare, Pläne und Nachweise.

Baugrund

Der Baugrund ist der Boden und Fels, auf beziehungsweise in dem ein Bauwerk gegründet wird. Seine Tragfähigkeit, Verformbarkeit und Wasserverhältnisse beeinflussen die gesamte Konstruktion.

Baugrunduntersuchung

Eine Baugrunduntersuchung erkundet Bodenaufbau, Tragverhalten und Grundwasserverhältnisse, damit Fundation, Baugrube und erdberührte Bauteile sicher geplant werden können.

Baukosten

Baukosten sind die gesamten finanziellen Aufwendungen eines Bauprojekts. Für eine belastbare Planung müssen neben reinen Unternehmerleistungen auch Planung, Nebenkosten, Umgebung und Reserven berücksichtigt werden.

Bauleitung

Die Bauleitung koordiniert und überwacht die Ausführung eines Bauprojekts. Sie verbindet Planung, Unternehmer, Termine, Qualität, Kosten und Entscheidungen auf der Baustelle.

Baumangel

Ein Baumangel liegt vor, wenn eine Bauleistung von der vertraglich geschuldeten Beschaffenheit, den vereinbarten Plänen oder den anerkannten fachlichen Anforderungen abweicht.

Bauphysik

Bauphysik untersucht Wärme, Feuchte, Schall, Luft und teilweise Licht in Gebäuden. Sie sorgt dafür, dass Konstruktionen nicht nur tragen, sondern dauerhaft und behaglich funktionieren.

Bauplan

Ein Bauplan stellt ein Bauwerk massstäblich und systematisch dar. Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Detailpläne dienen unterschiedlichen Planungs- und Ausführungsaufgaben.

Bauschutt

Bauschutt ist mineralischer Bauabfall wie Beton, Ziegel, Mauerwerk oder keramische Materialien. Er muss von anderen Abfallfraktionen und schadstoffbelasteten Materialien getrennt betrachtet werden.

Baustoffe

Baustoffe sind natürliche, mineralische, metallische, organische oder synthetische Materialien, aus denen Bauwerke und Bauteile hergestellt werden.

Baustrom

Baustrom ist die temporäre elektrische Versorgung einer Baustelle vor oder während der Erstellung der definitiven Gebäudeinstallation.

Bautrocknung

Bautrocknung reduziert überschüssige Baufeuchte nach Rohbau-, Putz-, Estrich- oder Wasserschadenarbeiten, damit nachfolgende Schichten unter geeigneten Bedingungen eingebaut werden können.

Bauvertrag

Ein Bauvertrag regelt Leistungen, Vergütung, Termine, Verantwortlichkeiten und weitere Bedingungen zwischen Bauherrschaft und Planenden oder ausführenden Unternehmen.

Bauzeitenplan

Ein Bauzeitenplan ordnet Bauleistungen zeitlich und zeigt Abhängigkeiten zwischen Gewerken, Lieferungen, Trocknungszeiten, Prüfungen und Meilensteinen.

Bauzone

Eine Bauzone ist ein in der kommunalen Nutzungsplanung ausgeschiedener Bereich, in dem grundsätzlich gebaut werden kann. Welche Nutzung und welches Bauvolumen zulässig sind, bestimmen die konkreten Zonenvorschriften.

Beleuchtung

Beleuchtung umfasst die gezielte Nutzung von Tageslicht und künstlichem Licht, um Räume sicher, funktional und angenehm nutzbar zu machen.

Belüftung

Belüftung sorgt für den notwendigen Luftaustausch in Gebäuden. Sie führt Feuchtigkeit, Gerüche und Luftschadstoffe ab und bringt frische Aussenluft nach.

Beton

Beton ist ein mineralischer Verbundbaustoff aus Zement, Wasser und Gesteinskörnung. Durch gezielte Zusammensetzung und Verarbeitung lassen sich Festigkeit, Dauerhaftigkeit und Verarbeitbarkeit an den Einsatz anpassen.

Betonfertigteile

Betonfertigteile sind werkseitig hergestellte Beton- oder Stahlbetonbauteile, die auf der Baustelle montiert und miteinander verbunden werden.

Betonsanierung

Betonsanierung umfasst Massnahmen, mit denen geschädigte Betonbauteile untersucht, instand gesetzt und dauerhaft geschützt werden.

Bewehrung

Bewehrung ist die Verstärkung von Beton mit Stahl oder anderen zugfesten Materialien. Sie übernimmt vor allem Zugkräfte, die unbewehrter Beton nur begrenzt aufnehmen kann.

Bindemittel

Bindemittel verbinden körnige oder faserige Bestandteile zu einem zusammenhängenden Baustoff. Im Bauwesen gehören Zement, Kalk, Gips, Bitumen und Kunstharze zu wichtigen Bindemittelgruppen.

Bitumen

Bitumen ist ein schwerflüchtiges, wasserabweisendes Gemisch aus Kohlenwasserstoffen, das vor allem aus Erdöl gewonnen und im Bau für Asphalt und Abdichtungsprodukte verwendet wird.

Blähton

Blähton ist ein leichter mineralischer Baustoff aus gebranntem, aufgeblähtem Ton. Die porösen Körner werden als Schüttung, Zuschlag oder Bestandteil von Leichtbeton eingesetzt.

Blitzschutz

Blitzschutz reduziert Personen-, Brand- und Gebäudeschäden durch kontrolliertes Auffangen und Ableiten von Blitzströmen sowie durch den inneren Potentialausgleich.

Blockhaus

Ein Blockhaus besitzt Wände aus übereinanderliegenden massiven Holzbohlen oder -stämmen. Tragwirkung, Wärmeschutz und Setzverhalten unterscheiden sich von Holzrahmen- oder Massivbauten.

Bodenaufbau

Der Bodenaufbau ist die Schichtenfolge vom tragenden Untergrund bis zum sichtbaren Bodenbelag. Er kombiniert Ausgleich, Dämmung, Installationen, Estrich und Nutzschicht.

Bodenbelag

Der Bodenbelag ist die oberste nutzbare Schicht eines Fussbodenaufbaus. Materialwahl und Verlegung müssen zu Nutzung, Untergrund, Feuchte, Akustik und gegebenenfalls Fussbodenheizung passen.

Bodenfeuchtigkeit

Bodenfeuchtigkeit bezeichnet im Baukontext Feuchte im Erdreich, die erdberührte Bauteile durch kapillaren Kontakt oder Wasserdampf beanspruchen kann.

Bodenplatte

Die Bodenplatte ist ein flächiges Betonbauteil am unteren Abschluss eines Gebäudes. Je nach Konzept trägt sie Lasten, verteilt sie in den Baugrund und ist Teil des Feuchte- und Wärmeschutzes.

Boiler

Boiler ist in der Schweiz die gebräuchliche Bezeichnung für einen Warmwasserspeicher. Er bevorratet erwärmtes Trinkwasser und stellt es bei Bedarf für Dusche, Bad und Küche bereit.

Brandabschnitt

Ein Brandabschnitt ist ein Gebäudebereich, der durch feuerwiderstandsfähige Bauteile so begrenzt wird, dass sich Feuer und Rauch für eine definierte Zeit nicht unkontrolliert ausbreiten.

Brandschutz

Brandschutz umfasst bauliche, technische und organisatorische Massnahmen, die Brände verhindern, ihre Ausbreitung begrenzen und sichere Flucht sowie wirksame Intervention ermöglichen.

Brettschichtholz

Brettschichtholz besteht aus miteinander verklebten Holzlamellen und ermöglicht tragende Balken, Stützen und gebogene Bauteile mit grösseren Querschnitten und Spannweiten als übliches Vollholz.

Brettsperrholz

Brettsperrholz ist ein massives Holzplattenprodukt aus kreuzweise verklebten Brettlagen. Es wird für tragende Wände, Decken und Dächer im modernen Holzbau eingesetzt.

Bruchsteinmauerwerk

Bruchsteinmauerwerk besteht aus unregelmässig geformten Natursteinen, die mit oder ohne Mörtel zu Wänden und Fundamenten gefügt werden. Es ist typisch für viele ältere Gebäude.

Brüstung

Eine Brüstung ist der untere Wand- oder Bauteilbereich unter einer Öffnung oder eine geschlossene Absturzsicherung an Balkonen, Galerien und ähnlichen Bereichen.