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Baulexikon

Aushub

Sofort erklärt

Aushub ist Boden- und Felsmaterial, das beim Erstellen von Baugruben, Fundamenten, Leitungsgräben oder Geländeprofilierungen entfernt wird.

Aushub fällt an, sobald für ein Bauwerk Boden oder Fels ausgehoben wird. Die Menge kann bei unterkellerten Gebäuden einen erheblichen Teil der Baustellenlogistik ausmachen.

Nicht nur Volumen rechnen

Die im gewachsenen Boden gemessene Kubatur entspricht nach dem Lösen nicht zwingend dem Transportvolumen. Boden lockert sich auf, Fels wird gebrochen und unterschiedliche Materialien benötigen unterschiedliche Lager- und Entsorgungswege.

Für Kosten und Logistik sind deshalb Baugrubenvolumen, Auflockerung, Zwischenlagerung, Transportdistanz und Verwertbarkeit relevant.

Oberboden getrennt behandeln

Fruchtbarer Oberboden wird getrennt vom Unterboden abgetragen und möglichst für Rekultivierung oder Umgebungsgestaltung wiederverwendet. Vermischung verschlechtert seine Qualität.

Belasteter Aushub

Bei Altlasten, ehemaligen Gewerbestandorten oder auffälligem Material kann eine Untersuchung nötig sein. Belasteter Boden darf nicht wie sauberes Aushubmaterial beliebig verschoben oder wieder eingebaut werden.

Sicherheit der Baugrube

Böschungen, Verbau, Wasserhaltung und sichere Zugänge sind Teil der Baugrubenplanung. Die Standsicherheit hängt stark von Bodenart, Wasser und Tiefe ab.

Mengen und Kosten realistisch erfassen

Bei der Kalkulation sollte zwischen gewachsenem Boden, gelöstem Material, transportierter Menge und wieder eingebautem Material unterschieden werden. Diese Volumina sind nicht identisch.

Zusätzliche Kosten entstehen durch Deponie- oder Verwertungsgebühren, Lastwagenfahrten, Zwischenlagerung, notwendige Analysen und erschwerte Zufahrt. Ein kleiner Bauplatz in dichter Bebauung kann deshalb deutlich aufwendiger sein als eine frei zugängliche Baustelle.

Praxis-Hinweis

Aushub früh in Mengen-, Platz- und Entsorgungsplanung aufnehmen. Auf kleinen Grundstücken kann die Logistik anspruchsvoller sein als die eigentliche Erdarbeit.