baulinks.ch Rechner öffnen
Baulexikon

Aufsparrendämmung

Sofort erklärt

Bei einer Aufsparrendämmung liegt die Wärmedämmschicht oberhalb der Dachsparren. Dadurch kann die Dämmebene weitgehend durchgehend ausgeführt werden.

Die Aufsparrendämmung – auch Aufdachdämmung genannt – wird von aussen oberhalb der tragenden Sparren verlegt. Sie ist besonders bei Dachsanierungen und sichtbaren Innenkonstruktionen interessant.

Vorteil der durchgehenden Dämmebene

Weil die Dämmung über den Sparren liegt, werden die Sparren nicht in gleichem Mass zu wiederkehrenden Wärmebrücken wie bei einer reinen Zwischensparrendämmung.

Im Innenraum kann die Holztragstruktur sichtbar bleiben, wenn dies gestalterisch gewünscht ist.

Dachaufbau als System

Unter und über der Dämmung liegen je nach System Luftdichtheits-, Unterdach- und weitere Funktionsschichten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Material und bauphysikalischen Konzept ab.

An Traufe, Ortgang, Dachfenstern, Kamin und Anschlüssen muss die Dämmebene sauber weitergeführt werden.

Sanierung von aussen

Ein Vorteil ist, dass Innenräume während einer Dachsanierung teilweise weniger stark beeinträchtigt werden. Dafür muss die Dachdeckung geöffnet werden und Dachranddetails verändern sich durch die zusätzliche Aufbauhöhe.

Aufbauhöhe und Anschlüsse

Eine zusätzliche Dämmschicht über den Sparren erhöht das Dachpaket. Dadurch verändern sich Traufhöhe, Ortgang, Dachfensteranschlüsse, Kaminverwahrungen und teilweise Regenrinnenpositionen.

Bei Reihen- oder Doppelhäusern können ausserdem Übergänge zu Nachbardächern anspruchsvoll sein. Solche Details sollten vor der Ausschreibung gelöst sein.

Praxis-Hinweis

Bei Dachsanierungen nicht nur den Dämmstoff wählen. Luftdichtheit, Feuchteschutz, Unterdach und alle Randanschlüsse gemeinsam planen.

Fachliche Einordnung

Quellen & Normhinweise

Normen und kantonale Vorgaben können sich ändern. Für ein konkretes Bauvorhaben sind die aktuell gültigen Unterlagen und die zuständigen Stellen massgebend.