Aluminium
Aluminium ist ein leichtes, korrosionsbeständiges Metall, das im Bau für Fassaden, Fenster, Dächer, Profile und Bauteilabdeckungen eingesetzt wird.
Aluminium verbindet geringes Gewicht mit guter Formbarkeit und einer schützenden Oxidschicht. Dadurch eignet sich der Werkstoff für viele Bauteile der Gebäudehülle und des Innenausbaus.
Warum Aluminium am Bau beliebt ist
Aluminium lässt sich walzen, strangpressen, giessen und zu komplexen Profilen verarbeiten. Die natürliche Oxidschicht schützt das Metall in vielen Umgebungen vor weiterer Korrosion. Oberflächen können eloxiert oder pulverbeschichtet werden, um Optik und Schutz gezielt zu beeinflussen.
Typische Anwendungen sind Fenster- und Fassadenprofile, Dach- und Spenglerarbeiten, Attikaabdeckungen, Geländer, Türen sowie Unterkonstruktionen.
Wärmeleitung beachten
Aluminium leitet Wärme sehr gut. Bei Fenstern und Fassaden müssen Profile deshalb thermisch getrennt werden, wenn hohe Wärmeschutzanforderungen bestehen. Auch bei Befestigungen und Unterkonstruktionen können Wärmebrücken entstehen.
Korrosion ist möglich
Aluminium gilt als korrosionsbeständig, ist aber nicht in jeder Umgebung unempfindlich. Problematisch können stark alkalische oder saure Medien und ungünstige Kontaktpaarungen mit anderen Metallen sein. Planung und Materialtrennung verhindern Kontaktkorrosion.
Ökologie und Recycling
Die Primärherstellung von Aluminium ist energieintensiv. Gleichzeitig kann Aluminium sehr gut recycelt werden; Sekundäraluminium benötigt wesentlich weniger Energie als Primärmaterial. Für eine ökologische Beurteilung sind Recyclinganteil, Herkunft, Lebensdauer und Rückbaubarkeit relevant.
Oberflächen und Farbwirkung
Eloxierte Oberflächen erhalten durch elektrochemische Behandlung eine verstärkte Oxidschicht. Pulverbeschichtungen ermöglichen eine breite Farbpalette und unterschiedliche Glanzgrade. Beide Verfahren können sehr dauerhaft sein, reagieren aber unterschiedlich auf Kratzer, Reparaturen und aggressive Umgebungen.
Bei grossen Fassadenflächen ist ausserdem zu beachten, dass Farbton und Glanz je nach Blickwinkel, Charge und Untergrund leicht variieren können. Musterflächen helfen, Erwartungen vor der Ausführung zu klären.
Bei Aluminiumbauteilen an der Gebäudehülle immer Wärmebrücken, Befestigung, Materialkontakt und Oberflächenbehandlung gemeinsam beurteilen.