baulinks.ch Rechner öffnen
Baulinks Baulexikon A
A
Baulexikon A–Z

Baubegriffe mit A

60 Begriffe – alphabetisch von oben nach unten sortiert.

Abbinden

Abbinden bezeichnet im Bauwesen einerseits das Erstarren bindemittelhaltiger Baustoffe und andererseits einen Arbeitsschritt im traditionellen Holzbau.

Abbruch

Abbruch oder Rückbau bezeichnet das kontrollierte Entfernen eines Gebäudes oder einzelner Bauteile – inklusive Planung, Schadstoffabklärung und Entsorgung.

Abdichtung

Abdichtungen schützen Bauteile vor Wasser und Feuchtigkeit. Entscheidend sind Beanspruchung, Untergrund, Anschlüsse, Durchdringungen und ein aufeinander abgestimmtes System.

Abdichtungsbahn

Abdichtungsbahnen sind bahnenförmige Baustoffe aus Bitumen, Kunststoff oder Elastomer, die Flächen und Anschlüsse dauerhaft gegen Wasser schützen.

Abfangung

Eine Abfangung übernimmt Lasten eines Bauteils vorübergehend oder dauerhaft und leitet sie über neue Träger, Stützen oder Rahmen in andere Tragstrukturen weiter.

Abluft

Abluft ist Luft, die aus einem Raum oder Gebäude abgeführt wird. Sie transportiert Feuchtigkeit, Gerüche, Wärme und je nach Nutzung auch Schadstoffe.

Abschluss

Ein Abschluss schliesst eine Öffnung oder einen Bauteilrand. Je nach Funktion können Anforderungen an Brand-, Rauch-, Wärme-, Schall-, Wetter- oder Einbruchschutz bestehen.

Abstandsfläche

Abstandsflächen beschreiben freizuhaltende Bereiche zwischen Bauten und Grenzen. In der Schweiz sind dafür vor allem kantonale und kommunale Begriffe wie Grenz- und Gebäudeabstand relevant.

Absturzsicherung

Absturzsicherungen verhindern oder begrenzen Stürze von Personen an Kanten, Öffnungen, Gerüsten und Dächern. Kollektive Schutzmassnahmen haben Vorrang vor persönlicher Sicherung.

Abwasser

Abwasser umfasst verschmutztes Wasser aus Haushalt und Betrieb sowie – je nach System – Niederschlagswasser. Gebäudeentwässerung trennt, sammelt und leitet diese Wasserströme kontrolliert ab.

Abwittern

Abwittern ist die schrittweise Veränderung oder Schädigung von Baustoffoberflächen durch Sonne, Niederschlag, Frost, Temperaturwechsel, Wind und Luftschadstoffe.

Achsmass

Das Achsmass ist der Abstand zwischen definierten Konstruktions- oder Planungsachsen. Es dient als eindeutiges Bezugsmass unabhängig von Bauteildicken.

Acrylglas

Acrylglas (PMMA) ist ein transparenter thermoplastischer Kunststoff mit hoher Lichtdurchlässigkeit und guter Witterungsbeständigkeit, aber geringerer Kratzfestigkeit als mineralisches Glas.

Acrylharz

Acrylharze sind synthetische Bindemittel, die unter anderem in Farben, Putzen, Dichtstoffen, Klebstoffen und Beschichtungen eingesetzt werden.

Akustik

Bauakustik behandelt Schallübertragung zwischen Räumen und von aussen; Raumakustik beschreibt, wie Schall innerhalb eines Raumes wahrgenommen und verteilt wird.

Alarmanlage

Alarmanlagen erkennen definierte Ereignisse wie unbefugtes Öffnen oder Bewegung und melden sie lokal oder an eine Alarmempfangsstelle. Sie ergänzen mechanischen Einbruchschutz.

Aluminium

Aluminium ist ein leichtes, korrosionsbeständiges Metall, das im Bau für Fassaden, Fenster, Dächer, Profile und Bauteilabdeckungen eingesetzt wird.

Aluminiumfenster

Aluminiumfenster sind formstabile und witterungsbeständige Fenstersysteme. Moderne Profile besitzen thermische Trennzonen, damit der Metallrahmen nicht zur starken Wärmebrücke wird.

Ammoniumsulfat

Ammoniumsulfat ist ein anorganisches Salz. Im Bauwesen kann es in speziellen chemischen Anwendungen oder historischen Flammschutzrezepturen vorkommen, spielt heute aber keine zentrale Rolle als eigenständiger Baustoff.

Amortisation

Amortisation beschreibt, wann sich eine Investition wirtschaftlich zurückbezahlt oder wie eine Schuld planmässig getilgt wird. Im Bau wird der Begriff vor allem bei Investitionsentscheiden verwendet.

Anbau

Ein Anbau erweitert ein bestehendes Gebäude um zusätzlichen umbauten Raum, etwa für Wohnfläche, Garage, Wintergarten oder Nebenräume.

Anhydritestrich

Anhydritestrich ist eine ältere gebräuchliche Bezeichnung für Calciumsulfatestrich. Er eignet sich besonders für grosse Innenflächen und Fussbodenheizungen, ist aber feuchteempfindlicher als zementgebundener Estrich.

Anschlussfuge

Eine Anschlussfuge liegt dort, wo unterschiedliche Bauteile oder Materialien zusammentreffen. Sie muss Bewegungen aufnehmen und je nach Lage Luft, Wasser, Schall oder Wärme kontrollieren.

Anstrich

Ein Anstrich schützt oder gestaltet Oberflächen. Entscheidend sind Untergrund, Beanspruchung, Beschichtungssystem und fachgerechte Vorbereitung.

Arbeitsfuge

Eine Arbeitsfuge entsteht, wenn ein Beton- oder Bauteilabschnitt nicht in einem Zug hergestellt wird. Sie ist geplant und unterscheidet sich von einer Bewegungsfuge.

Architekt

Architektinnen und Architekten entwickeln, koordinieren und dokumentieren Bauprojekte – vom Entwurf über Bewilligung und Ausschreibung bis zur Ausführung, je nach vereinbartem Leistungsumfang.

Armaturen

Armaturen steuern, sperren, mischen oder regulieren Wasserströme. Dazu gehören nicht nur Wasserhähne, sondern auch Absperr-, Regel-, Sicherheits- und Mischarmaturen.

Armierung

Armierung ist ein Oberbegriff für eingelegte Verstärkungen. Im Stahlbeton wird präziser von Bewehrung gesprochen; bei Putzen und Beschichtungen häufig von Armierungsgewebe.

Armierungsgewebe

Armierungsgewebe ist ein meist alkalibeständiges Glasfasergewebe, das in Putz- und Fassadensystemen Spannungen verteilt und die Risssicherheit verbessert.

Armierungsputz

Armierungsputz ist eine mit Gewebe verstärkte Putz- oder Einbettungsschicht, die Spannungen verteilt und Rissrisiken reduziert.

Asbest

Asbest ist ein krebserzeugender Faserstoff, der in der Schweiz seit 1990 verboten ist. In älteren Gebäuden kann er dennoch in vielen Baustoffen vorkommen.

Asbeststaub

Asbeststaub enthält mikroskopisch kleine Fasern, die beim Bearbeiten asbesthaltiger Materialien freigesetzt werden können und beim Einatmen ein hohes Gesundheitsrisiko darstellen.

Asphalt

Asphalt ist ein Gemisch aus mineralischer Gesteinskörnung und Bitumen als Bindemittel. Er wird vor allem für Strassen, Wege, Zufahrten und Flächenbefestigungen eingesetzt.

Attika

Die Attika ist ein über die Dachfläche hochgeführter Randabschluss, typischerweise an Flachdächern. Sie schützt und fasst Dachrand, Abdichtung und Fassade.

Attikageschoss

Ein Attikageschoss ist ein oberstes, gegenüber darunterliegenden Fassaden zurückversetztes Geschoss. Die genaue baurechtliche Definition richtet sich nach kantonalem und kommunalem Recht.

Auflager

Ein Auflager ist die Stelle, an der ein Bauteil Kräfte an ein anderes Bauteil weitergibt – etwa ein Balken auf einer Wand oder ein Träger auf einer Stütze.

Aufmass

Aufmass ist die systematische Erfassung tatsächlich vorhandener oder ausgeführter Masse und Mengen als Grundlage für Planung, Bestellung, Abrechnung oder Dokumentation.

Aufputzinstallation

Bei einer Aufputzinstallation verlaufen Leitungen, Rohre, Dosen oder Kanäle sichtbar auf der Oberfläche statt innerhalb von Wand oder Decke.

Aufriss

Aufriss ist ein traditioneller Begriff für die senkrechte Darstellung eines Bauwerks oder Bauteils. In heutigen Bauplänen wird meist von Ansicht oder Fassadenansicht gesprochen.

Aufsparrendämmung

Bei einer Aufsparrendämmung liegt die Wärmedämmschicht oberhalb der Dachsparren. Dadurch kann die Dämmebene weitgehend durchgehend ausgeführt werden.

Aufstockung

Eine Aufstockung schafft zusätzliche Nutzfläche durch ein oder mehrere neue Geschosse auf einem bestehenden Gebäude. Sie stellt hohe Anforderungen an Baurecht, Tragwerk und Bestand.

Ausbau

Ausbau bezeichnet die Arbeiten, mit denen ein Rohbau technisch und gestalterisch nutzbar gemacht wird – von Haustechnik und Innenwänden bis zu Oberflächen und Einbauten.

Ausbaumass

Das Ausbaumass ist ein Mass am fertigen oder für den Ausbau vorbereiteten Bauteil. Es unterscheidet sich vom Rohbaumass durch Putz, Bekleidungen, Bodenaufbauten oder andere Schichten.

Ausblühungen

Ausblühungen sind meist helle kristalline Salzablagerungen auf mineralischen Baustoffen. Sie entstehen, wenn gelöste Salze mit Feuchtigkeit an die Oberfläche transportiert werden.

Ausdehnungsgefäss

Ein Ausdehnungsgefäss nimmt Volumenänderungen eines geschlossenen Heiz- oder Solarkreislaufs auf und stabilisiert dadurch den Anlagendruck.

Ausfachung

Ausfachung bezeichnet die nicht primär tragende Füllung der Felder zwischen Stützen oder Riegeln eines Tragwerks, etwa bei Fachwerk- oder Skelettbauten.

Ausgleichsmasse

Ausgleichsmasse ist ein fliess- oder spachtelfähiger Baustoff zum Egalisieren von Boden- oder Wandflächen vor dem weiteren Ausbau.

Aushub

Aushub ist Boden- und Felsmaterial, das beim Erstellen von Baugruben, Fundamenten, Leitungsgräben oder Geländeprofilierungen entfernt wird.

Auskragung

Eine Auskragung ist ein Bauteil, das über seine Unterstützung hinausragt und nur auf einer Seite beziehungsweise im rückwärtigen Bereich gehalten wird.

Ausschreibung

Eine Ausschreibung beschreibt Bauleistungen so, dass Unternehmen vergleichbare Angebote erstellen können. Gute Ausschreibungen reduzieren Unklarheiten, Nachträge und Preisrisiken.

Aussenanlagen

Aussenanlagen umfassen gestaltete und technische Bereiche ausserhalb des Gebäudes – von Wegen, Terrassen und Grünflächen bis zu Entwässerung, Einfriedungen und Beleuchtung.

Aussenanstrich

Ein Aussenanstrich schützt und gestaltet Fassaden, Holz- oder Metallbauteile. Systemwahl und Untergrund müssen zur Witterungsbeanspruchung und zum Baustoff passen.

Aussendämmung

Eine Aussendämmung reduziert Wärmeverluste über Aussenwände und hält die tragende Wand im Winter wärmer. Systemaufbau, Wärmebrücken, Feuchte- und Brandschutz müssen zusammen geplant werden.

Aussenputz

Aussenputz schützt die Fassade vor Witterung und prägt ihre Oberfläche. Aufbau und Material hängen von Untergrund, Fassadensystem und Beanspruchung ab.

Aussentreppe

Eine Aussentreppe verbindet unterschiedliche Geländehöhen oder Geschosse ausserhalb des Gebäudes. Sie muss dauerhaft, rutschhemmend, entwässert und sicher begehbar sein.

Aussentüre

Eine Aussentüre trennt Innen- und Aussenklima und muss zugleich Witterung, Wärme, Luftdichtheit, Sicherheit und täglicher Nutzung standhalten.

Aussenwand

Die Aussenwand ist Teil der Gebäudehülle. Sie trägt je nach Bauart Lasten und muss Wärme-, Feuchte-, Schall-, Brand- und Witterungsschutz sowie Gestaltung zusammenführen.

Aussparung

Eine Aussparung ist eine bewusst freigehaltene Öffnung oder Vertiefung in einem Bauteil, beispielsweise für Leitungen, Schächte, Einbauteile oder spätere Durchführungen.

Ausstattung

Gebäudeausstattung umfasst feste und lose Elemente, die Nutzung, Komfort und Funktion eines Gebäudes prägen – von Einbauten und Geräten bis zu Möblierung.

Aussteifung

Aussteifung stabilisiert ein Gebäude gegen horizontale Einwirkungen und verhindert unzulässiges Verschieben, Kippen oder Verformen der Tragstruktur.