Dachfenster

Dachfenster

Gewöhnlich wird in ausgebauten Dachgeschossen Licht und frische Luft über Fenster hereingelassen, die in die Dachfläche oder in aufgesetzte Dachgauben (-gaupen) eingearbeitet werden. Was spricht nun für Gauben und was für Dachfenster? Grundsätzlich sind Dachflächenfenster zu bevorzugen – ausser, Glauben werden als Gestaltungselement ausdrücklich gewünscht. Sie müssen zwar auch von einem Spezialisten eingebaut werden, beanspruchen aber viel weniger Aufwand und sind in unterschiedlichen Grössen und Kombinationen erhältlich.

Die Belichtung variiert in Abhängigkeit von der Dachschräge. Daraus kann sich die Helligkeit im Raum um bis zu 40% erhöhen.

Dreht bzw. ragt ein Bauteil aus der Fläche heraus, entstehen Wärmebrücken, d.h. ein Wärmeschutz.

Dachflächenfenster

Dachflächenfenster sind als Fertigelemente verfügbar. Sie sind sowohl nach Mass als auch nach Einbaumöglichkeit auf die gebräuchlichen Sparrenabstände und Schrägen abgestimmt. Eindeckrahmen gestatten den Anschluss an unterschiedliche Deckmaterialien in Dächern mit einer Schräge zwischen 15° und 90°.

Dachflächenfenster können an jedem beliebigen Ort am Dach eingesetzt werden. Sie hinterlassen kaum einen störenden Eindruck und auch hinsichtlich rechtlichen Voraussetzungen sind keine Einschränkungen zu erwarten (ausgenommen Denkmalschutz).
Hingegen bestehen für den Bau von Dachglauben zahlreiche Vorschriften. Zudem ist dabei auf die Dachsymmetrie zu achten.

Fenstertypen

Für welchen Fenstertyp man sich schliesslich entscheidet, hängt nicht unwesentlich von der Dachschräge und der Durchblickhöhe, der sogenannten Drempelwand, ab:

Das Klapp-Schwingfenster, welches für Dachneigungen von 15° bis 55° tauglich ist, wird in flachere Dächer eingearbeitet wobei die Brüstungshöhe zwischen 1.2m und maximal 1.5m zu liegen kommt. Aufgrund des Griffs, welcher unterhalb des Fenster angebracht ist, muss das Fenster gut zugänglich sein, d.h. es gestattet eine gute Aussicht.

Das Schwingflügelfenster ist – bei gängiger Durchblickhöhe – für steilere Dächer konzipiert. Während die Unterkante des Fensters zwischen 90cm und 120cm liegen sollte, müsste die Sturzhöhe 2m ausmachen. Im Gegensatz zu den Klappfenstern ist der Einbau bis zu einer Neigung von 90° denkbar. Einen wesentlich Nachteil zeigt sich im Flügel des Fensters, der sich genau im Blickfeld befindet und den freien Zugang erschwert. Der Top-Schwingflügel des Fensters hingegen zeichnet sich dadurch aus, dass er im oberen Drittel schwingt und somit den ungehinderten Zugang zulässt – auch für grössere Personen.

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