Spachteltechnik

Die Spachteltechnik geht auf die antike Putztechnik des polierten „stucco lustroc“ zurück. Aufgrund der klaren und edlen Erscheinung ist diese Technik für modern gestaltete und repräsentative Räumlichkeiten besonders gut geeignet. Ein besonderer Reiz ist der durch die extreme Verdichtung der Oberfläche entstehende Glanz. Werden dunklere Farben auf einen helleren Untergrund aufgetragen, wird der Glanz aus der Tiefe noch verstärkt.

Bei der Spachteltechnik handelt es sich im Unterschied zu den übrigen vorgestellten Techniken um eine Glättetechnik, bei der ausschliesslich mit Spachteln gearbeitet wird. Die Struktur der Fläche hängt zum einen von der Breite des Spachtels ab, zum anderen auch von der Länge der einzelnen Glättzüge. Auf diese Weise können feine Tupfenstrukturen, eher kurze oder auch längliche Flecken sowie grosszügige Schwünge entstehen. Allerdings verlangt die Ausführung dieser dekorativen Maltechnik einige Übung.
Sowohl gefärbter Feinputz oder Spachtelmassen auf natürlicher Basis als auch eingedickte Dispersionsfarben sind für diese Technik geeignet. Die wichtigste Voraussetzung ist in jedem Fall ein exakt vorbereiteter, absolut glatter Untergrund. Ausserdem müssen die vorangegangenen Anstriche immer vollständig durchgetrocknet sein.
Bei der Verwendung von Fein- oder Dekorputz muss die trockene Schicht unter Umständen vor dem nächsten Farbauftrag mit einem feinen Schmirgelpapier geglättet werden. Als Variation ist aber auch ein absichtliches Belassen der erhabenen Streichspuren möglich.

Beachten Sie beim Farbauftrag, dass die Kelle vollkommen plan auf die Fläche gesetzt wird. Andernfalls entstehen störende Kratzer. Mit einer dickeren Farbe oder Putz können Sie auftragend arbeiten, indem Sie ein wenig Masse auf die Kelle nehmen und in gleichmässigen, langen Zügen auf der Fläche verteilen. Die Musterung bleibt Ihrem Geschmack überlassen.

Bei flüssigeren Farben tragen Sie die Farbe auf die Wand auf und strukturieren sie mit der Kelle, solange sie noch feucht ist.

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