Farbenlehre

Farbenlehre

Farben sind nicht nur dekorativ und geben dem jeweiligen Raum eine bestimmte Ausstrahlung. Sie beeinflussen auch die Stimmung der Bewohner.
Sicher sind die Reaktionen auf Farben individuell verschieden und beruhen auf persönlichen Erfahrungen und Empfindungen. Dennoch gibt es bestimmte Grundtendenzen, die aus physikalischer und farbpsychologischer Sicht festzustellen sind.
Farbe und Farbkombinationen wirken über den Sehvorgang durch Lichtwellen – also optische Reize – auf den Betrachter. Gegenstände werden in unterschiedlichen Farben wahrgenommen, weil Pigmente Lichtteile auf unterschiedliche Weise reflektieren oder absorbieren. Nur reflektiertes Licht wird als Farbe wahrgenommen.

Die Erkenntnisse zur Wahrnehmung von Farben basieren auf der Entdeckung, dass weißes Licht in ein immer gleiches Farbspektrum zerlegt wird, wenn es durch ein Prisma fällt: Diese sogenannten Spektralfarben sind Gelb, Orange, Rot, Grün, Blau und Violett. In der Natur gehen diese Farben beim Regenbogen ebenso wie beim Spektralband des Lichts fließend ineinander über.

In der Farbtheorie wird zwischen unbunten und reinbunten Farben unterschieden. Nur Schwarz und Weiß als unbunt oder auch „tot“ bezeichnet. Rot, Gelb und Blau sind reinbunt.

Primärfarben

Die Spektralfarben werden im Farbkreis zusammengefasst: Gelb, Rot und Blau sind die sogenannten Primärfarben, die sich nicht durch Mischung herstellen lassen, aus denen sich aber nahezu jede anderer Farbe mischen lässt.
Sekundärfarben Orange, Grün und Violett werden als Sekundärfarben bezeichnet und sind aus je zwei Primärfarben mischbar.

Tertiärfarben

Die Tertiärfarben ergeben sich aus der Mischung einer Primär- und einer Sekundärfarbe zu gleichen Teilen. Durch die Mischung benachbarter Farben kann der Farbkreis nahezu beliebig erweitert werden.

Komplementärfarben

Der Farbkreis und die daraus ablesbaren Beziehungen der Farben untereinander sind bei der Gestaltung mit Farben hilfreich. Farben, die im Kreis gegenüberliegen, werden als Komplementärfarben bezeichnet und zeigen intensive Kontraste. In diesem maximalen Kontrast zueinander stehen die Primär- und Sekundärfarben. Komplementärpaare sind Rot und Grün, Blau und Orange sowie Gelb und Violett. Als Lichtfarben ergeben sie weißes Licht, wenn sie unmittelbar nebeneinander stehen. Sie erzeugen eine optische Spannung und wirken besonders dekorativ. Dennoch sollte man nie reine Töne kombinieren, da dies sehr unruhig wirkt. Wählen Sie beispielsweise besser nicht intensives Rot und Grün, sondern ein abgetöntes Kirschrot neben Tannengrün.

Komplementärfarben kann man auch untereinander mischen. Rot können Sie beispielsweise mit einem Hauch Grün abtönen, wenn es zu intensiv erscheint. Es wird dadurch dunkler, ohne jedoch schmutzig zu wirken Vorsicht ist bei Schwarz geboten: Es lässt Farben schnell stumpf und tot wirken. Besser sind Grün und Blau. Auch Grau sollten Sie nie allein aus Weiss und Schwarz mischen. Für Mischungen sind grundsätzlich auch solche Farben geeignet, die sich bei Zusammenstellungen nicht vertragen. Mischtabellen und Farbskalen geben die Mischungsverhältnisse genau an.

Quelle: handwerker.de

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