Malerarbeiten

Malerarbeiten

Ein harmonisches Zusammenspiel von Farben und Materialien ist bei der Gestaltung der Wohnung der wichtigste Grundsatz.

Farben werden nach ihrem Anwendungsbereich in Aussen- und Innenwandfarben eingeteilt.

Kalkfarbe

Sie sind sehr wartungsaufwändig und werden als Aussenanstriche in der Regel nur noch bei historischen Gebäuden genutzt, um der vorhandenen Bausubstanz konstruktiv gerecht zu werden. Im Aussenbereich besteht die Gefahr der Umwandlung des Kalkanteiles durch »sauren Regen« in Gips.

Als Innenfarbe kommen sie heute wieder aufgrund ihrer feuchtigkeitsausgleichenden Eigenschaften und ihrer Farbleuchtkraft zum Einsatz. Kalkfarben sind sehr diffusionsfähig, nehmen viel Wasser auf, geben es aber auch schnell wieder ab. Die Wetterbeständigkeit lässt sich durch hydraulische Zusätze oder durch Leinöl erhöhen.

Dispersionsfarben

Sie enthalten Kunstharz-Polymere als Bindemittel, einige Prozente an Monomeren des Kunstharz–Bindemittels sowie immer – auch die Naturharz–Dispersionen – ein Lösungsmittel.
Dispersionsfarben gibt es in mehr als 30.000 Farbtönen, die in einer Abtönstation in matt, seidenmatt und glänzend, für alle Zwecke und Untergründe gemischt werden.

Dispersionsfarben sind mit Wasser verdünnbar, das Bindemittel besteht jedoch aus nicht wasserlöslichen Teilchen, die im Wasser fein verteilt sind und nach dem Verdunsten des Wassers zu einem Film zusammenfliessen und miteinander verkleben.

Es gibt Innendispersionen die alkalifest, unempfindlich gegen Feuchtigkeit und mehrfach überstreichbar sind.

Zementfarben

Zementschlämme, eine dünnflüssige Zementmilch, die durch Aufschlämmen von Zement im Wasser entsteht, wurde schon früher verwendet. Sie besitzt eine gute Wasserfestig- und Wetterbeständigkeit und eignet sich für Unterwasseranstriche sowie für Feucht-, Nass- und Kühlräume.

Leimfarben

Leimfarben eignen sich vor allem für Innenanstriche. Sie spielen auf dem Markt heute keine grosse Rolle mehr, kommen aber beim biologischen Bauen zum Einsatz. Leim kann als organischer Stoff guter Nährboden für Bakterien sein und sollte daher nur in trockenen Räumen auf trockenem Untergrund verwendet werden. Bei zu geringem Leimanteil ist der Anstrich nicht wischbeständig, zu viel Leim führt zu Spannungsrissen und Abblätterung.

Silikatfarbe

Silikatfarben, auch als Reinsilikat oder Mineralfarben bezeichnet, bestehen aus einer flüssigen Wasserglaslösung, alkalibeständigen Pigmenten und Füllstoffen ohne organische Zusätze. Bei der Erhärtung der Farbe bildet Wasserglas keinen geschlossenen Film, sondern bewirkt chemisch eine Versteinerung oder »Verkieselung« des mineralischen Untergrunds. Die resultierenden Beschichtungen sind sehr porös und damit stark wasserdampfdurchlässig, mineralisch, unlöslich, flammhemmend und nicht brennbar. Sie eignen sich besonders für mineralischen Untergründe, die verkieselungsfähig sind.

Siliconharz-Emulsionsfarbe

Die Farbe eignet sich für mineralische Untergründe und kann auf Neu- und Altputzflächen gestrichen werden. Sie ist wetterbeständig und resistent gegenüber Luftschadstoffen und Schmutz. Da sie nicht thermoplastisch ist und lange trocken bleibt, sinkt auch die Gefahr des Befalls durch Mikroorganismen und Algen. Sie lässt sich gut überstreichen und besitzt ein günstiges Brandverhalten.

Polymerisatharzfarben

Sie kommen aufgrund ihrer Eigenschaft vor allem als Beschichtung auf Beton zum Einsatz, können aber auch für alle anderen mineralischen Untergründe oder Farben verwendet werden. Sie kommen in Gebieten mit starker atmosphärischer Verschmutzung zum Einsatz.

Lackfarben

Lackfarben werden in einer grossen Vielzahl verwendet. Für fast alle Anwendungen gibt es heute die gesundheitlich unbedenklicheren Wasserlacke.

Kunstharzfarben

Verwendung finden Kunstharzfarben als so genannte Maler und Bautenlacke für Eisen, Stahl und auf Holzuntergründen. Sie sind gut zu verarbeiten und zu streichen, sehr gut schleifbar und zudem Umwelt und verarbeitungsfreundlich.

Acryllacke

Lösemittelhaltige Acrylfarben haben sehr gute Haftungseigenschaften auf verschiedenen Untergründen. Eingesetzt werden sie auf verzinkten Untergründen, Kunststoffen oder Beton.

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